Studie zu nachhaltigen Fonds Europa schlägt Schwellenländer

Seite 2 / 3

Ein genauer Blick auf die einzelnen Fonds zeigt: Im Durchschnitt sind laut CSSP 80 Prozent der Portfolios im Hinblick auf Gesetze, Vorschriften und globale Normen als unbedenklich anzusehen. Sehr bedenklich mit „massiven Kontroversen“ sind 1 bis 2 Prozent des verwalteten Vermögens angelegt.

 Kontroversen im Portfolio in Prozent
Quelle: CSSP

Mehr als 60 Prozent der Fonds investieren bis zu 5 Prozent ihres verwalteten Vermögens in Unternehmen, die mindestens einen Teil ihres Umsatzes mit alkoholischen Getränken erwirtschaften. Auch Unternehmen aus den Bereichen Tabak, Waffen, Atomkraft und Gentechnik finden sich in einem Großteil der Fondsportfolios wieder, wie die Grafik zeigt. Das trifft insbesondere auf Investmentfonds und ETFs zu, die in europäische Aktien investieren.

Fonds mit Investitionen in moralisch umstrittene Geschäftsfelder in Prozent
Quelle: CSSP
Grafik hier vergrößern

Bei näherer Betrachtung umstrittener Geschäftsfelder zeigt sich der Beratungsgesellschaft zufolge, dass Unternehmen aus den Bereichen Alkohol, Gentechnik, Tabak, Waffen und Atomkraft mit durchschnittlich etwa 2 bis 5 Prozent in Portfolios vertreten sind. Fondsmanager könnten damit „bereits durch kleinere Portfolioanpassungen moralisch umstrittene Geschäftsfelder ausschließen“, urteilt CSSP.

Mehr zum Thema
„Grüne Welt 100“ und „Grüne Welt 50“Nachhaltige ETF-Vermögensverwaltungen für Berater gestartet Verflixte neue WeltWie sich nachhaltiges Investieren praktisch umsetzen lässt Igor de Maack über NachhaltigkeitEuropa wird vom grünen Megatrend profitieren