Studie zu Personalkosten und Profit

Diese Banken zahlen die höchsten Gehälter

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Das auf die Finanzbranche spezialisierte Karrierenetzwerk EfinancialCareers hat in einem Ranking die Gehälter verglichen, die Finanzhäuser ihren Beschäftigten zahlen. Diese hat es mit den erwirtschafteten Gewinnen in Beziehung gesetzt. Das Ergebnis lässt staunen. Doch der Reihe nach:

Deutsche Bank hat den höchsten finanziellen Personalaufwand

Die meisten Banken haben mittlerweile ihre Geschäftsberichte für 2014 vorgelegt. Auf dieser Basis hat Efinancialcareers zunächst die Aufwendungen pro Mitarbeiter verschiedener Bankhäuser verglichen. Dabei landete auf Platz 1 mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von 127.494 Euro je Mitarbeiter die Deutsche Bank. Auf Platz 2 rangiert die Baader Bank mit 127.161 Euro, gefolgt von der Hypo Vereinsbank mit immerhin rund 99.000 Euro.

Auf den hinteren Plätzen, so hat das Netzwerk ermittelt, liegen die auf das standardisierte Privatkundengeschäft spezialisierten Retail-Banken. Gerade mal ca. 53.000 Euro Aufwand pro Mitarbeiter verbuchten die Volks- und Raiffeisenbanken.

Zu beachten ist, dass „Personalaufwand“ nicht mit „Bruttovergütung“ gleichzusetzen ist. Es fließen auch Nebenkosten wie Arbeitgeberbeiträge zu Sozialversicherungen und andere Leistungen in die Berechnung ein.

Investment-Banker sind am teuersten

Die höchsten Gehälter kassieren der Analyse zufolge Investment-Banker. In diesem Bereich schlägt ein Mitarbeiter der Deutschen Bank mit 210.000 Euro zu Buche. Für einen Mitarbeiter im Filialgeschäft werden nur 77.815 Euro aufgewendet.

In einem zweiten Schritt hat Efinancialcareers auf Grundlage des Vorsteuergewinns den erwirtschafteten Profit pro Mitarbeiter errechnet. Dabei kam zum Vorschein, dass hohe Personalaufwendungen nicht proportional zu einem hohen Gewinn stehen. Am ausgeglichensten liest sich das Ergebnis bei der HVB-Bank. Ein durchschnittlicher Mitarbeiter kostet das Unternehmen  hier 99.110 Euro und erbringt im Gegenzug 60.234. Anders bei der Deutschen Bank: Hier kostet ein Mitarbeiter 127.494 Euro, erbringt aber einen durchschnittlichen Vorsteuergewinn von nur 31.751 Euro. >>Vergrößern
Personalaufwand pro Kopf und Vorsteuergewinn pro Kopf 2014

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