Suche nach dem Dauerläufer Diese Fonds lagen jedes Jahr im Plus

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Ansonsten fällt an der Liste auf, wie wenige Rentenfonds es hineingeschafft haben. Den Hochzinsanleihen und normalen Unternehmensanleihen fiel auf die Füße, dass im März 2020 die Kurse einbrachen und Risikoaufschläge anzogen. Davon haben sie sich im Gegensatz zu einigen Aktienmärkten bis heute noch nicht ganz erholt. Ende April lagen die meisten von ihnen noch immer im Minus. Der erwähnte Nordea-Fonds ist der einzige Vertreter, der es in die Liste geschafft hat. Interessanterweise ist er gar kein klassischer Fonds für Unternehmensanleihen. Stattdessen setzt er auf sogenannte Covered Bonds, also besicherte Anleihen. In Deutschland und Dänemark fallen darunter die guten alten Pfandbriefe, hinter denen immer eine Grundschuld oder ähnliches steckt.

Fonds für Euro-Staatsanleihen bekamen wahlweise 2018 Probleme, als alle Welt noch steigende Renditen für die Eurozone erwartete und die Kurse zwar nur leicht, aber ausreichend tief sinken ließ. Oder 2011, als die Eurokrise ausbrach.

Umso höher muss man die Leistung in den Häusern JP Morgan Asset Management und Aberdeen Standard bewerten, die sauber durch diese Minenfelder gekommen sind. Das könnte bei Letzteren daran liegen, dass das Anleiheteam nicht allzu stark in der Peripherie der Eurozone unterwegs war, sondern Bundesanleihen als Schwergewicht fährt. Das geht zwar auf Kosten der Rendite (derzeit 0,2 Prozent bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 9,4 Jahren!), sorgt aber für Ruhe.

Und nicht zuletzt zeigten einige offene Immobilienfonds, dass sie aus der großen Immo-Fonds-Krise ab 2008 gelernt und ihre Hausaufgaben gemacht haben. Neun von ihnen tauchen in der Liste mit eben jenen gleichmäßigen Renditen auf, die sie einst zu einer abbruchsicheren Anlageform gemacht hatten – bis zu viele Anleger rauswollten, aber nicht konnten.

>>>Die Suche nach dem Dauerläufer geht weiter. Hier finden Sie alle Fonds, die maximal in einem Jahr im Minus lagen. Seien Sie gespannt!

Ein Geständnis: Nein, Sie haben kein Déjà-vu. Am 11. Mai veröffentlichte ich diese Geschichte schon einmal. Allerdings waren meine Daten fehlerhaft und damit das komplette Ergebnis. Ich bitte dafür um Entschuldigung.

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