Summa cum laude für Asien-Fonds von Franklin Templeton und First State

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AAA für Mark Mobius

Beim Asien-Fonds (971661) von Franklin Templeton zeigten sich die Analysten unter anderem von der Größe und Erfahrung des Investmentteams beeindruckt: Die 40-köpfige Ideenfabrik wird vom langjährigen Schwellenmarktkenner Mark Mobius angeführt.

Das tägliche Management des Fonds unterliegt Allan Lam, mit seinen über 20 Jahren Branchenerfahrung ebenfalls ein alter Emerging-Markets-Hase.

Das Team um Mobius wird bei den für interessant befundenen Unternehmen gerne persönlich vorstellig. Da hilft es, dass die Analysten in vielen Ländern der Region ihre Zelte aufgeschlagen haben.

Fondsvolumen auf 14,8 Milliarden US-Dollar angewachsen

Typisch für Mobius: Er verfolgt mit seinem Asian Growth Fonds einen sehr langen Investmenthorizont. Dies schmälert auch die Bedenken der S&P-Analysten hinsichtlich des mittlerweile doch enormen Fondsvolumens, das sich in den vergangenen zwölf Monaten auf 14,8 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt hat.

Bisher gibt es auch keinen Grund zur Sorge, schließlich haben sich die hohen Mittelzuflüsse in den vergangenen fünf Jahren keineswegs negativ auf die Fondsentwicklung ausgewirkt: Mobius konnte mehr als 90 Prozent der Fonds aus der Kategorie südostasiatische Aktien hinter sich lassen, die Performance liegt 75 Prozentpunkte über der Durchschnittsrendite.

Auch Angus Tulloch bekommt Höchstnote

Auch für den First State Asia Pacific (765846) ist man im Hause S&P voll des Lobes. Angus Tulloch, seit über 30 Jahren im Geschäft, managt den Fonds seit seiner Auflegung im Jahr 1988. Er setzt auf Qualitätsaktien, hält die ausgewählten Titel gerne länger im Portfolio und verfolgt wie Mobius einen langfristigen Ansatz.

Tullochs Asien-Pazifik-Team besteht aus 27 Analysten – erst neulich wurden drei neue Spezialisten eingestellt. Tulloch ermuntert seine Mitarbeiter, regelmäßig ihre Aufgabenbereiche und Arbeitsorte zu wechseln. 

2010 mit furioser Aufholjagd

2009, als die Aktienmärkte der Region euphorisch von einem Hoch zum nächsten stürmten, ging Tullochs vorsichtiger Anlagestil nicht vollends auf. Doch er blieb seiner Linie treu und wurde 2010 mit einer furiosen Aufholjagd belohnt.

Die längerfristige Performancebilanz bezeichnet S&P als „herausragend“: Über drei und über fünf Jahre rangiert der Fonds unter den besten 10 Prozent seiner Vergleichsgruppe. Seit seiner Auflegung schnitten weniger als ein Viertel der Asien-Fonds besser ab.

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