Sustainability Congress: Volle Kraft voraus

Sustainability Congress: Volle Kraft voraus

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„Das ist eine historisch einmalige Chance“, so Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), auf dem 7. Sustainability Congress in Bonn. „Denn alle Parteien sind sich einig, dass wir die Energiewende brauchen.“ In der Podiumsdiskussion „Kann regenerative Energie Atomkraft kurzfristig ersetzen?“ hielt sie am Ausstiegszeitpunkt 2020 fest. 

Franz Josef Rademacher, Mitglied des Club of Rome, war indes deutlich skeptischer als Kemfert: „Wir reden von morgens bis abends über Nachhaltigkeit, aber wir tun genau das Gegenteil“, so Rademacher. „Statt den CO2-Ausstoß bis 2050 deutlich zu verringern, sind wir derzeit auf dem besten Weg, ihn bis dahin zu verdoppeln.“
Bildstrecke: Sustainability Congress 2011
Immerhin gibt es Hoffnung aus der nachhaltigen Investmentbranche: „Das Interesse der Anleger an ethisch-ökologischen Kapitalanlagen hat seit der Finanzkrise stark zugenommen. Durch die atomare Katastrophe in Japan wird es zusätzlich angefacht. Die Verbraucher wollen sichere Energie und sie wollen zugleich mit der Wahl ihrer Geldanlage zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen“, sagt Björn Drescher, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Sustainability Gedankens, der den Kongress ausrichtet.

Seine Eröffnungsrede schloss Drescher mit einem Zitat des ehemaligen Vorstandssprechers der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen: „Wir müssen das, was wir denken, sagen. Wir müssen das, was wir sagen, tun. Wir müssen das, was wir tun, dann auch sein.“

Insgesamt 650 Besucher und 32 Aussteller trafen sich im ehemaligen Sitz des Deutschen Bundestages, im World Conference Center in Bonn. DAS INVESTMENT war Medienpartner; Hauptsponsoren die Bank Sarasin, Pictet, Ökorenta, Lacuna und Ökoworld Lux.

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