Aktualisiert am 24.08.2015 - 15:15 UhrLesedauer: 2 Minuten

Taschentücher und feine Schoki So jagen Finanzberater in UK der Konkurrenz die Kunden ab

Wollen arme Brewin-Dolphin-Kunden trösten: Nick Hungerford, Chef und Günder von Nutmeg (re.) und Nutmegs Investmentchef Shaun Port. Foto: Screenshot
Wollen arme Brewin-Dolphin-Kunden trösten: Nick Hungerford, Chef und Günder von Nutmeg (re.) und Nutmegs Investmentchef Shaun Port. Foto: Screenshot

Die britische Vermögensverwaltung Brewin Dolphin stellt den individuellen Finanzberatungs-Service für weniger gut betuchte Kunden ein. Das Unternehmen forderte Anleger, die über weniger als 150.000 Pfund verfügen, auf, ihr Geld in eines der sechs standardisierten Portfolios zu stecken. Wer dies bis Ende September nicht tut, müsse mit Extra-Gebühren von beinahe 2 Prozent rechnen, teilt die Vermögensverwaltung mit.

Nicht traurig sein, meint der Konkurrent Nutmeg. Denn im Rahmen seiner Kampagne „Been Dumped by Brewin Dolphin?“ (deutsch: Abgeschoben von Brewin Dolphin ) bietet der Vermögensverwalter den zurückgewiesenen Brewin-Dolphin-Kunden einen attraktiven Trostpreis. Wer in den kommenden 35 Tagen von Brewin Dolphin zu Nutmeg wechselt, bekommt drei Monate Portfoliomanagement umsonst. Anschließend fallen Gebühren zwischen 1 und 0,3 Prozent an - abhängig vom verwalteten Vermögen - aber auf jeden Fall weniger als bei Brewin Dolphin.

Doch Nutmeg geht noch weiter. Um die armen Ex-Kunden des Konkurrenten zu trösten und ihnen seine Zuneigung zu demonstrieren, legt der Vermögensverwalter eine Schachtel feiner Pralinen obendrauf.

Das alles gibt es aber nur, wenn der Kunde anfangs mindestens 1.000 Pfund einzahlt und sich verpflichtet, monatlich mindestens 50 Pfund auf das Vermögensverwaltungskonto einzuzahlen. Wer keine monatlichen Einzahlungen leisten will, soll mindestens 5.000 Pfund bei Nutmeg anlegen.

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