Nach den Unsicherheiten im März, erfolgte im April die komplette Kehrtwende an den wichtigsten Aktienmärkten: Große Aktienindizes konnten stark zulegen: Der S&P 500 stieg um 8,7 Prozent, der MSCI World um 7,6 Prozent und der technologielastige Index Nasdaq 100 konnte sogar um 15,6 Prozent zulegen.

Alte Bekannte als Treiber

Der neuerliche Aufschwung war nicht durch Marktbreite getrieben, sondern wieder einmal waren die Tech-Größen die Zugpferde: So stiegen in den Indizes hoch gewichtete Aktien wie Amazon und Alphabet im Monat April um 28 Prozent bzw. 33 Prozent. Werte wie AMD oder ARM legten in den vergangenen drei Monaten gar um rund 150 Prozent zu.

Nicht nur Rendite zählt

Der Hype um Künstliche Intelligenz hat die Technologiebranche in den vergangenen Jahren massiv bewegt. KI ist längst kein Nischenthema mehr, sondern gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft. Unternehmen, die in KI-Forschung, Chip-Produktion oder Cloud-Infrastruktur investieren, verzeichneten in den letzten Jahren außerordentliche Kursgewinne.

Doch dieser Boom hat auch seine Schattenseiten: Die stark getriebenen Kurse haben die Volatilität im Tech-Sektor teilweise deutlich erhöht.

Hohe Renditen, hohe Schwankungen

Für Anleger bedeutet das: Hohe Renditechancen gehen oft mit erheblichen Kursschwankungen einher. Ein reiner Rendite-Vergleich von Tech-Aktienfonds greift daher unter Umständen zu kurz. Entscheidend ist das Chance-Risiko-Verhältnis, also wie viel Rendite ein Fonds pro Einheit eingegangenen Risikos erwirtschaftet.

Die besten Tech-Fonds: So haben wir ausgewertet

Die Sharpe Ratio ist eine der etabliertesten Kennzahlen zur Bewertung dieses Verhältnisses. Sie berechnet sich aus der Überrendite eines Fonds (Rendite abzüglich des risikofreien Zinses) dividiert durch die Volatilität (Standardabweichung der Renditen). Je höher der Wert, desto besser ist die risikoadjustierte Performance. Ein Sharpe Ratio von über 1,0 gilt als gut, Werte über 1,5 als sehr gut. Negative Werte bedeuten, dass der Fonds selbst nach Risikokorrektur unter dem risikofreien Zins liegt.

Für die Top-Ten-Liste wurden Technologie-Aktienfonds über einen Zeitraum von fünf Jahren bewertet. Warum fünf Jahre? Dieser Zeitraum ist lang genug, um verschiedene Marktphasen zu erfassen, also einschließlich der KI-bezogenen Rally und der zwischenzeitlichen Korrekturphasen und kurz genug, um aktuelle Entwicklungen angemessen zu berücksichtigen.

Die Top-Ten-Liste zeigt deutlich: Nicht der Fonds mit der höchsten Rendite führt automatisch die Rangliste an. Fonds mit moderaterer Rendite, aber kontrollierter Volatilität erzielen oft bessere risikoadjustierte Werte. Für Anleger bedeutet das: Bei Tech-Aktienfonds ist eine bewusste Auswahl nach dem Chance-Risiko-Verhältnis entscheidend.

Der KI-Hype wird wohl weitergehen, aber die Volatilität bleibt ein Faktor, der nicht ignoriert werden darf. Die Sharpe Ratio hilft, Tech-Fonds zu identifizieren, die nicht nur gut performen, sondern das Risiko intelligent managen.

Hier sind die Tech-Aktienfonds mit dem besten Chance-Risiko-Profil über 5 Jahre:

Hinweis: Zwei Fonds kommen auf dieselbe Sharpe Ratio, daher haben wir Platz 6 zweimal vergeben.


Platz 10: Xtrackers MSCI World Information Technology ETF 

  • Sektor: Aktienfonds Technologie Welt
  • Auflegung: 09.03.2016
  • Fondsgesellschaft: DWS Investment
  • ISIN: IE00BM67HT60
  • Maximal Drawdown seit Auflage: 36,07%
  • Performance YTD: 21,06%
  • Performance 1 Jahr: 44,97%
  • Performance 3 Jahre: 111,59%
  • Performance 5 Jahre: 168,04%
  • Performance 10 Jahre: 710,53%
  • Sharpe Ratio 5 Jahre: 0,77
  • Volatilität 5 Jahre: 21,50%
  • Volumen in Mio. EUR: 4784