Unternehmen von Gründern geführt

Interessanterweise sind alle vier FANG-Aktien noch heute von Gründern geführte Unternehmen –und damit in Entscheidungen langfristiger und freier als viele andere Firmen im S&P 500, deren Führung eher von Quartal zu Quartal denkt.

Insbesondere in einem Umfeld, in dem sich die Zinsen in den USA wieder erhöhen könnten, sind qualitativ solide ausgewählte Wachstumsaktien attraktiver als mit Anleihen konkurrierende, defensive Gesellschaften mit Dividendenfokus. Unternehmen wie die FANG-Titel bestechen durch kontinuierliche Innovation, was auch in Krisen Stabilität verleiht.

Weit entfernt von Blase

Zwar weisen einige FANG-Titel sehr hohe Bewertungen auf: Netflix ist aktuell ungefähr 300-mal so hoch bewertet wie der für das laufende Jahr erwartete Gewinn – Hier scheint derzeit eher Potential für weitere starke Kursrückgänge gegeben.

Doch von der Bildung einer Blase ist der Sektor weit entfernt, ein Vergleich mit den Bewertungen der letzten Dotcom-Blase kurz nach der Jahrtausendwende verbietet sich. Damals stiegen alle Unternehmen mit Internetbezug, aktuell ist der Markt hier viel differenzierter. Doch selbst bei FANG-Aktien sollten Investoren trotz der unterliegenden Trends nicht blind kaufen. Auch hier gibt es immer wieder Rückschläge, die sich besser zum Einstieg eignen.

Die Produktpipeline, der freie Cashflow und Kontinuität im Management bleiben bei so innovativen Gesellschaften die wichtigsten Komponenten. Diese Faktoren sollten laufend kontrolliert werden und erfordern ein hohes Maß an Expertise in den jeweiligen Fachgebieten.