Elektroauto eines japanischen Elektronikkonzern: Branchenfremde Konzerne drängen in Wachstumsmärkte. | © Getty Images

Technologiewerte

IT-Branche darf nicht unterschätzt werden

Ein Unternehmen mit einem soliden Geschäftsmodell, Potenzial zur Kapitalaufnahme, einem starken Management und einem Wettbewerbsvorteil kann lange und beständig wachsen, sofern es sich auf einem ausreichend großen Gesamtmarkt befindet. Wir konzentrieren uns hinsichtlich Bewertungen stets auf die Frage, wie ein Unternehmen in mittel- und längerfristiger Zukunft aussehen wird – nicht aber auf die Bewertung des kurzfristigen Gewinns, Cashflows oder Umsatzes durch den Markt. Wir gehen davon aus: Anlegern, die sich ausschließlich auf kurzfristige Kennzahlen stützen, entgehen die Vorteile eines nachhaltigen Umsatzwachstums.

Unternehmen kommen um den digitalen Wandel nicht herum

Politische Unruhen sowie stagnierendes Wirtschaftswachstum verzerren Anlegererwartungen in Bezug auf Technologieausgaben der Unternehmen. Daher ist Konzernen zu empfehlen, vermehrt in Sektoren des digitalen Wandels zu investieren. Selbst wenn das makroökonomische Umfeld sich verschlechtert, dürfte sich das Engagement für den digitalen Wandel rentieren.

Solange der Ausgang des Handelsstreits zwischen den USA und China ungewiss ist, erwarten wir eine fortdauernde Volatilität in der Halbleiterbranche. Zusätzlich ist zu befürchten, dass sich das regulatorische Umfeld für viele US-amerikanische Internetfirmen verschärfen dürfte. Zudem besteht Gefahr in der überhöhten Anlegerhaltung in Teilen der Software-Branche. Obwohl wir unsere Software-Positionen so angepasst haben, dass sie unsere Bedenken bezüglich der Bewertungen berücksichtigen, schätzen wir die langfristigen Aussichten für die Branche nicht negativ ein. In der Halbleiterindustrie und bei den US-amerikanischen und chinesischen Internetunternehmen erkennen wir im Vergleich bessere Aussichten.

IT-Themen für die 2020er Jahre

Unternehmen mit den Schwerpunkten: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Cloud-Computing, Datenanalyse, Internet der Dinge (IoT), intelligente Maschinen, Cybersicherheit, Software as a Service (SaaS), E-Commerce, Fintech, digitale Werbung, Kundenkenntnis, Workflows der nächsten Generation sowie Softwareentwicklung, finden verstärkt Berücksichtigung in Fonds von Franklin Templeton. Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert, dass sich die Investitionen in den digitalen Wandel bis 2023 etwa 7,1 Billionen US-Dollar erreichen werden, wenn man eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 17,5 Prozent zugrunde legt.

Big-Tech-Unternehmen erscheinen unangreifbar

Von zentraler Bedeutung für den digitalen Wandel sind die Erhebung und Nutzung von Kundendaten. Aufgrund des Einsatzes von Software und Cloud-Technologien können diese entsprechenden Messwerte analysiert werden. Die Beobachtungen geben zum Beispiel Aufschluss darüber, welcher Zielgruppe der Kunde angehört. Mit den erhobenen Daten segmentieren und generieren IT-Technologien dann Wissen über das Zielpublikum und erschließen Werbetreibenden anonymisierten Zugang zu den Zielgruppen.

Kleineren Unternehmen und Verbrauchern könnte es schaden, wenn diese neuen Geschäftsmodelle reguliert werden. Politiker könnten womöglich punkten, wenn sie die Aufmerksamkeit auf die zukunftsweisenden Fähigkeiten dieser Unternehmen lenken, weil deren Zerschlagung Verbrauchern und Werbetreibenden keine Vorteile bieten dürfte. Auch die Verantwortlichen für das US-Kartellrecht, die hohen Verbraucherpreisen entgegentreten, scheinen an einer Auflösung der Big-Tech-Unternehmen nicht interessiert zu sein: Die meisten dieser IT-Anbieter stellen ihre Dienste den Verbrauchern kostenlos zur Verfügung, während sich die Werbetreibenden bei transparenten digitalen Auktionen ihren Zugang zu den Plattformen ersteigern.

Wachstumschancen statt Technologieblase

Anleger waren zuletzt gegenüber einzelnen Unternehmen skeptisch, die sich im Zusammenhang mit ihrem Börsengang als Technologieunternehmen ausgegeben haben. Dennoch gehen wir von keiner Technologieblase wie im Jahr 1999/2000 aus. Der IT-Sektor ist angesichts seiner starken Entwicklung bei Wachstum und Qualität vielmehr angemessen bewertet. Diese Einschätzung wird davon unterstützt, dass der Sektor seit drei Jahren das beste Wachstumsprofil des gesamten S&P 500 Index aufweist.

Mit Blick auf die Qualität ist darauf hinzuweisen, dass die IT-Branche innerhalb der elf großen Sektoren im S&P 500 Index bei der Rentabilität den dritten Platz belegt. Sie umfasst viele etablierte, Cashflow und Gewinne erwirtschaftende Unternehmen. Auch viele junge IT-Unternehmen erzielen aufgrund niedriger Abbrecherquoten (Kunden, die die Nutzung eines Dienstes beenden) ein starkes Wachstum und eine hohe Wirtschaftlichkeit. Diese Dynamik lässt auf eine starke, langfristige Rentabilität hoffen, wenn diese jungen Unternehmen reifen. Steuererleichterungen haben vielen Technologiefirmen mit Hauptsitz in den USA zu höheren Kapitalrenditen verholfen. Zahlreiche dieser Unternehmen bringen ihr Kapital zurück in die USA und nutzen es für verstärkte Aktienrückkäufe und Dividendenausschüttungen.

Fazit: IT-Sektor erscheint angemessen bewertet

Für Investments im IT-Sektor spricht, dass die Branche Ende 2019 lediglich mit einem moderaten Aufschlag gegenüber dem S&P 500 Index gehandelt wurde, der aber angesichts der überragenden Wachstums- und Qualitätsmerkmale des gesamten Sektors angemessen erscheint.

Wichtige Hinweise:

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