Tepco fliegt aus norwegischem Pensions-Portfolio

Das Management des norwegischen Investmentfonds Kommunal Landspensjonskasse (KLP) hat in den vergangenen Wochen alle Aktien des japanischen Energieunternehmens Tepco abgestoßen.Die Anteile hätten einen Wert von rund 8 Millionen Norwegischen Kronen (rund 965.000 Euro) gehabt.

Der japanische Energieversorger ist für das havarierte Atomkraftwerk Fukushima verantwortlich. Die Folgen der Katastrophe vom März 2011 hätten durch eine Risikoprävention Tepcos „geringer sein oder gar vermieden werden können“, begründete Heidi Finskas, KLP-Beraterin für verantwortungsvolle Investitionen, die Entscheidung.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum die KLP nicht früher gehandelt hat. Das Fukushima-Unglück liegt immerhin schon zweieinhalb Jahre zurück. Auf Nachfrage von DAS INVESTMENT.com verteidigt Finskas die jetzige Entscheidung: „Wir wissen, dass das Unternehmen intensiv an der Stilllegung gearbeitet hat. Dieses Jahr gab es aber immer mehr Berichte von Wasseraustritten und ähnlichem, sodass wir den Fall noch einmal überdacht haben.“

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