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Für 44 Milliarden US-Dollar Tesla-Gründer Elon Musk kauft Twitter

Das Twitter-Profil von Elon Musk
Das Twitter-Profil von Elon Musk: Der Tesla-Chef hat auf der sozialen Plattform fast 85.000.000 Follower. | Foto: imago images / Aflo

Seit langem kursieren Gerüchte, nun ist es geschehen: Elon Musk kauft den Kurznachrichtendienst Twitter für rund 44 Milliarden US-Dollar, wie die Tagesschau und weitere Medien berichten. Das 2006 gegründete soziale Netzwerk kommt auf 230 Millionen Nutzer täglich.

Die Verhandlungen zwischen Musk und dem Aufsichtsrat des Unternehmens hatten sich am gestrigen Montag bis in die Morgenstunden hingezogen. Wendepunkt in den Verhandlungen sei gewesen, dass der Multimilliardär eine belastbare Finanzierungszusage machen konnte. Demnach wird Musk 54,20 Dollar pro Aktie bezahlen was, einer Summe von 44 Milliarden Dollar entspricht.

Diesen Betrag will Musk unter anderem mithilfe des Finanzdienstleisters Morgan Stanley sowie weiterer Kreditgeber aufbringen. Sie steuern 13 Milliarden an Fremdkapital bei. Weitere 12,5 Milliarden Dollar finanziert Musk durch die Beleihung seiner Tesla-Aktien. Zu guter Letzt möchte er weitere 21 Milliarden Dollar aus seinem Barvermögen aufbringen.

 

 

 

Wie es nun mit Twitter weiter geht

Die Frage, was der vermögendste Mensch der Welt nun mit Twitter anstellen mag, sorgt in der Twitter-Community für Gesprächsstoff. Ein Indiz gibt Musk in seinem jüngsten Tweet, bei dem der Multimilliardär sich selbst zitiert und meint: „Die freie Meinungsäußerung ist die Grundlage einer funktionierenden Demokratie, und Twitter ist der digitale Marktplatz, auf dem die für die Zukunft der Menschheit wichtigen Themen diskutiert werden.“ 

Und weiter: „Außerdem möchte ich Twitter besser machen als je zuvor, indem ich das Produkt mit neuen Funktionen ausstatte, die Algorithmen als Open Source zur Verfügung stelle, um das Vertrauen zu erhöhen, die Spam-Bots zu besiegen und alle Menschen zu authentifizieren. Twitter hat ein enormes Potenzial – ich freue mich darauf, mit dem Unternehmen und der Nutzergemeinschaft daran zu arbeiten, es zu erschließen.“

Bill Gates verkauft seine Tesla-Aktien 

Zwar lässt der Tweet einige Nutzer aufatmen, bei anderen sorgt er dagegen für Kritik: Denn es bleibt die Frage, was Musk unter freier Meinungsäußerung versteht und vor allem, wo der Tesla-Chef die Grenze zu Hassrede, Fehlinformationen oder Diskriminierung zieht. Twitterte er doch kürzlich erst selbst ein unvorteilhaftes Bild von Microsoft-Gründer Bill Gates mit dem Kommentar: „Falls du schnell einen Ständer verlieren willst“, und begründete später den Tweet damit, dass Bill Gates seine Tesla-Aktien reduziert habe.

Eine Vorbildfunktion nimmt der künftige Twitter-Besitzer damit nicht gerade ein. Zu Gute halten muss man Musk dagegen, dass er bereit zu sein scheint, auch selbst einzustecken, postete er doch Tage später: „Ich hoffe, dass selbst meine schlimmsten Kritiker auf Twitter bleiben, denn das ist es, was freie Meinungsäußerung bedeutet.“

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