Wir sind zufrieden mit der Performance des The Digital Leaders Fund (DLF). Mit einem Plus von 34,6 Prozent (Quelle: Universal Power Portal) lagen wir 2024 gut 8 Prozentpunkte vor unserer Benchmark, dem MSCI World NR Index.
Zwischenzeitlich überstieg die Outperformance 20 Prozentpunkte. Auf den letzten Metern kamen allerdings Schwellenländer-Titel, SaaS-Werte und Aktien der zweiten Reihe mächtig unter Druck, was unsere Outperformance etwas geschmälert hat. Die wiederkehrenden Inflationssorgen waren ein Grund für diese Jahresendschwäche. Ein weiterer Grund war das bekannte „Window-Dressing“ zum Jahresende: Viele Anleger haben bei Titeln der zweiten Reihe Verluste realisiert, wodurch der Russell- 2000-Index alle Gewinne nach der US-Wahl wieder abgab. Ein kleiner Trost: In die ersten Handelstage 2025 startete der DLF mit einer soliden Outperformance.
Performance-Beiträge 2024: Tops…
Wie überraschend war die „AI-Rally“ 2024? Zum Jahresende 2023 schrieben wir: „And the winner is… Generative AI! Digital führende Unternehmen wie Microsoft, Meta, Alphabet, AMD und Nvidia gestalten diese „kambrische Explosion“, andere sind Zaungäste oder stehen auf dem Speiseplan der AI-Party. Mich erinnert der große AI-Run an die Anfangszeit der Digitalisierung. Langjährige Geschäftsmodelle geraten unter Druck, für die C-Level stellt sich die Frage: Make or buy, adaptieren oder abwehren, spezialisieren oder das gesamte Unternehmen im Kern verändern. Als Investoren kennen wir das Playbook und sind vorbereitet auf das kommende Jahr.“
Die offensichtlichen Favoriten waren 2024 auch die tatsächlichen Gewinner der AI-dominierten Aktienrally. TSMC, Nvidia und Meta lieferten die höchsten Performance-Beiträge für unseren Fonds.
… und Flops
Mit unserem AMD-Call haben wir uns allerdings geirrt. Die Aktie hat 2024 währungsbereinigt 8 Prozent verloren und damit kläglich underperformt. Da wir die zwischenzeitliche Rally von über 50 Prozent für Verkäufe genutzt haben, konnte AMD dennoch 0,9 Prozentpunkte zur Performance beitragen. Die Underperformance von AMD hatte aus unserer Sicht wenig mit den KI-Beschleunigern zu tun. Mit dem MI300 konnte das Unternehmen immerhin einen Achtungserfolg erzielen.
Das Problem liegt vielmehr darin, dass der Halbleitersektor außerhalb von AI ein sehr schwieriges Jahr hatte. Der Halbleiter-Index SOXX schnitt 2024 trotz Highflyern wie Nvidia, Broadcom, TSMC und Marvell mit etwa 23 Prozent schlechter ab als der S&P 500. 2025 könnte sich das jedoch ändern. Viele spannende Unternehmen im Halbleitersektor – darunter AMD, Cadence, Synopsys, Micron und SK Hynix (im EM Digital Leaders Fund) – sind jetzt attraktiver bewertet. Bei Micron musste man bereits zu Jahresbeginn dabei sein, um 2024 eine positive Performance zu erzielen. Wir waren es nicht und haben mit der Aktie einen negativen Beitrag verzeichnet.
Kein schlechtes Jahr für Schwellenländer-Aktien
Unsere Schwergewichte wie Nu Holdings und Kaspi haben mit 2,5 beziehungsweise 2,45 Prozentpunkten wieder ordentlich zur Performance beigetragen. Gewinnmitnahmen bei Kaspi erwiesen sich als hilfreich, denn die Aktie gab ihre Zwischengewinne bis Jahresende nahezu vollständig ab. Aktuell sind wir bei beiden Aktien wieder auf der Käuferseite. Nu und Sea Limited (Performancebeitrag: 1,3 Prozent) sind großartige Beispiele dafür, wie gut unsere alternativen Daten zur Erfolgsmessung in Emerging Markets funktionieren. Während der brasilianische Markt 2024 eine desaströse Performance hinlegte, konnte Nu knapp 35 Prozent zulegen.
Mit China-Aktien konnte man im Schnitt auch 2024 nicht outperformen, aber es war kein schlechtes Jahr. Mit Pinduoduo (PDD) mussten wir den größten negativen Beitrag hinnehmen. Das Beispiel Agora hingegen zeigt, dass man mit Geduld bei „Deep-Value-Unternehmen“ große Gewinne erzielen kann. Auch 2025 werden wir in ausgewählte Titel in China investieren. Das Sentiment gegenüber chinesischen Aktien ist so negativ, dass profitable Unternehmen teils mit einem negativen Unternehmenswert gehandelt werden.
Vorsicht vor Value-Traps bei Deep-Value-Titeln
Apropos Deep Value: Manche vermeintliche Deep-Value-Titel entpuppen sich als Value-Trap. Bei Chegg könnte dies der Fall sein. Uns ist bewusst, dass Generative AI das Geschäftsmodell von Chegg disruptiert. Dennoch könnte das Unternehmen 2025 einen Free Cashflow von 100 Millionen US-Dollar erwirtschaften. Der Enterprise Value liegt nach dem Kurssturz aktuell bei 430 Millionen US-Dollar. Wir wissen, dass wir mit dieser Einschätzung recht einsam sind. Die Aktie war 2024 einer unserer größten Performance-Vernichter.
Bereit für 2025
Auch 2025 wird AI als übermächtiger säkularer Trend die Aktienmärkte bestimmen. Allerdings sollte die Rally breiter werden. Morgan Stanley hat 2025 als das Jahr der „Agentic AI“ ausgerufen – das Jahr, in dem Softwareprogramme durch KI-Agenten mehr Eigenständigkeit entwickeln und so zu massiven Produktivitätsgewinnen beitragen. Wir teilen diese Ansicht und haben in unseren Webinaren die dritte Phase des KI-Rollouts ausgerufen.
Zu den Gewinnern zählen ausgewählte Unternehmen des SaaS-Universums, deren Geschäftsmodelle und Monetarisierungsstrategien sich jedoch drastisch verändern könnten. Ein spannendes Thema, mit dem wir uns im weiteren Verlauf 2025 eingehend befassen werden.
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