Größte ETFs
- Was bedeutet Assets under Management (AuM)? Seite 1
- Warum ist die Fondsgröße wichtig? Seite 2
- Aktuelle Artikel zum Thema „Die größten ETFs“ Seite 3
- Welche ETFs sind üblicherweise die größten? Seite 4
- Fazit: ETF-Größe ist kein Qualitätsmerkmal – aber ein Effizienzfaktor Seite 5
- Die größten ETFs nach Anbietern Seite 6
Die größten ETFs verwalten jeweils Milliarden Euro an Anlegergeldern. Aber nur zwei ETFs überschreiten die Marke von 100 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen (Stand: Januar 2026).
Diese Übersicht zeigt die größten in Europa handelbaren ETFs – sortiert nach Assets under Management (AuM), dem verwalteten Vermögen:
Hinweise: Diese Übersicht zeigt nur in Europa handelbare ETFs. Institutionelle Tranchen sind ausgeschlossen. Die AuM-Angaben beziehen sich auf das gesamte verwaltete Vermögen über alle Anteilsklassen hinweg. Die Daten stammen von FWW und können sich auf unterschiedliche Zeitpunkte beziehen. Für die aktuellste Angabe zur Fondsgröße beachten Sie bitte die jeweilige Website der ETF-Anbieter und/oder das Factsheet.
Was bedeutet Assets under Management (AuM)?
Assets under Management (AuM) bezeichnet das gesamte Vermögen, das ein Fonds verwaltet. Es umfasst alle Anlegergelder, die in den ETF investiert sind – unabhängig davon, ob es sich um Privatanleger, institutionelle Investoren oder Vermögensverwalter handelt.
Die AuM-Angabe bezieht sich auf den gesamten Fonds, nicht auf einzelne Anteilsklassen oder Tranchen. Das bedeutet: Wenn ein ETF in mehreren Währungen oder Ausschüttungsvarianten angeboten wird (zum Beispiel ausschüttend und thesaurierend), wird das verwaltete Vermögen aller Anteilsklassen zusammengezählt.
Beispiel: Der iShares Core MSCI World ETF wird in verschiedenen Anteilsklassen angeboten: thesaurierend, ausschüttend und hedged in Euro. Alle diese Anteilsklassen gehören zum selben Fonds. Die AuM-Angabe bezieht sich auf das gesamte verwaltete Vermögen über alle Anteilsklassen hinweg.
Warum ist die Fondsgröße wichtig?
Die Größe eines ETFs hat direkte Auswirkungen auf Kosten, Liquidität und Stabilität. Für Anleger – ob privat oder institutionell – sind folgende Aspekte relevant:
1. Liquidität: Engere Spreads, bessere Handelbarkeit
Große ETFs haben in der Regel eine höhere Handelsaktivität. Das führt zu engeren Geld-Brief-Spannen (Spreads) – also geringeren Kosten beim Kauf und Verkauf. Wer große Positionen aufbauen oder abbauen will, profitiert von der besseren Handelbarkeit.
Beispiel: Der iShares Core S&P 500 ETF hat einen durchschnittlichen Spread von wenigen Basispunkten. Kleinere ETFs können Spreads von 0,2 bis 0,5 Prozent aufweisen – das summiert sich bei größeren Transaktionen.
2. Kostenvorteil: Skaleneffekte senken die TER
Je größer ein ETF, desto effizienter kann der Anbieter arbeiten. Fixkosten (Verwaltung, Indexlizenz, Depotbank) verteilen sich auf ein größeres Vermögen. Das ermöglicht niedrigere Total Expense Ratios (TER) – die jährlichen Gesamtkosten des ETFs.
Beispiel: Der Vanguard S&P 500 ETF hat eine TER von 0,07 Prozent. Kleinere ETFs liegen oft bei 0,30 bis 0,50 Prozent. Über Jahrzehnte macht das einen erheblichen Unterschied.
3. Stabilität: Geringeres Schließungsrisiko
Kleine ETFs mit wenig verwaltetem Vermögen laufen Gefahr, geschlossen zu werden – wenn sie für den Anbieter nicht mehr rentabel sind. Große ETFs sind wirtschaftlich stabil und haben eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit, aufgelöst zu werden.
Wichtig: Auch bei einer ETF-Schließung erhalten Anleger ihr Geld zurück – aber zu einem ungünstigen Zeitpunkt, möglicherweise mit Steuernachteilen.
4. Tracking-Qualität: Bessere Indexabbildung
Große ETFs können den Index oft präziser abbilden. Sie haben mehr Spielraum für effizientes Rebalancing, können Wertpapierleihe-Erträge besser nutzen und haben niedrigere Transaktionskosten im Verhältnis zum Fondsvermögen.
Aktuelle Artikel zum Thema „Die größten ETFs“
Welche ETFs sind üblicherweise die größten?
Die größten ETFs konzentrieren sich auf breit diversifizierte Aktienindizes mit hoher Nachfrage – vor allem aus dem US-Markt und globalen Indizes.
Typische Merkmale großer ETFs:
1. US-Aktienindizes dominieren
Die größten ETFs weltweit bilden oft US-Indizes ab – vor allem den S&P 500 und den Nasdaq 100. Der S&P 500 umfasst die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen und gilt als Leitindex für den US-Aktienmarkt. Der Nasdaq 100 konzentriert sich auf die 100 größten Technologie- und Wachstumsunternehmen.
Beispiel: Der iShares Core S&P 500 ETF und der Vanguard S&P 500 ETF gehören zu den größten ETFs in Europa. In den USA ist der SPDR S&P 500 ETF Trust (SPY) der größte ETF weltweit – mit über 700 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen (Stand: 12.01.2026).
2. Globale Indizes: MSCI World und FTSE All-World
Globale Aktienindizes wie der MSCI World (rund 1.500 Aktien aus Industrieländern) und der FTSE All-World (rund 4.000 Aktien aus Industrie- und Schwellenländern) sind ebenfalls sehr gefragt. Sie bieten breite Diversifikation über Regionen und Branchen hinweg.
Beispiel: Der iShares Core MSCI World ETF und der Vanguard FTSE All-World ETF gehören zu den größten globalen ETFs in Europa.
3. Gold-ETCs: Physische Edelmetalle als Absicherung
Physisch besicherte Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) gehören ebenfalls zu den größten börsennotierten Produkten. Sie bilden den Goldpreis ab, indem sie physisches Gold in Tresoren lagern. Anleger nutzen sie zur Portfolioabsicherung oder als Inflationsschutz.
Beispiel: Der iShares Physical Gold ETC und der Invesco Physical Gold A gehören zu den größten Gold-ETCs in Europa.
4. Schwellenländer-ETFs: MSCI Emerging Markets
ETFs auf Schwellenländer-Indizes wie den MSCI Emerging Markets (rund 1.400 Aktien aus Schwellenländern) sind ebenfalls stark nachgefragt – vor allem von institutionellen Anlegern, die globale Portfolios aufbauen.
Beispiel: Der iShares Core MSCI Emerging Markets IMI ETF gehört zu den größten Schwellenländer-ETFs in Europa.
5. Anleihen-ETFs: Staatsanleihen und Geldmarkt
Große Anleihen-ETFs konzentrieren sich auf US-Staatsanleihen (Treasuries) oder Geldmarkt-ETFs mit kurzen Laufzeiten. Sie dienen vielen Profi-Anlegern als Cash-Management-Tool oder zur Portfoliostabilisierung.
Beispiel: Der iShares USD Treasury Bond 0-1yr ETF investiert in kurzlaufende US-Staatsanleihen und gehört zu den größten Anleihen-ETFs in Europa.
Fazit: ETF-Größe ist kein Qualitätsmerkmal – aber ein Effizienzfaktor
Die Größe eines ETFs ist kein Garant für bessere Renditen – aber sie beeinflusst Kosten, Liquidität und Stabilität. Große ETFs haben in der Regel niedrigere Spreads, niedrigere TERs und ein geringeres Schließungsrisiko. Für langfristige Anleger – ob privat oder institutionell – sind diese Faktoren relevant.
Wichtig: Die Fondsgröße sollte nicht das einzige Auswahlkriterium sein. Entscheidend sind auch die Anlagestrategie, die Indexabbildung, die Kostenstruktur und die steuerliche Behandlung. Wer gezielt nach ETFs sucht, sollte mehrere Kriterien kombinieren – zum Beispiel Fondsgröße, TER, Tracking Difference und Ausschüttungsart.
Tipp: In unserer ETF-Datenbank lassen sich alle ETFs nach verschiedenen Kriterien filtern, sortieren und vergleichen – zum Beispiel nach Fondsgröße, TER, Performance oder Ausschüttungsart.
Die größten ETFs nach Anbietern
In unserer ETF-Suche können Sie auch ganz leicht die größten ETFs nach Anbietern filtern. Wir haben für Sie hier bereits ETF-Tabellen für einige Anbieter vorbereitet: