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Thorsten Vetter managt den FvS Currency Diversification Bond.

Thorsten Vetter managt den FvS Currency Diversification Bond.

Thorsten Vetter über den FvS Currency Diversification Bond

„Unser Fonds ist kein Ersatz für ein globales Rentenmandat“

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DER FONDS: Ihr Fonds ist vor knapp fünf Jahren mit der Mission gestartet, Euro-Anlegern eine Währungsdiversifikation in robusten Volkswirtschaften zu bieten. Bereuen Sie mittlerweile, dass Sie den US-Dollar dabei bewusst ausgeklammert haben?

Thorsten Vetter:
Nein, das tun wir nicht. Die Geldpolitik in den großen Volkswirtschaften – in den USA, Europa, Großbritannien und Japan – ist nach wie vor sehr expansiv. Daran ändert auch die Diskussion um eine mögliche Zinsanhebung der US-Notenbank nichts. Die große Zinswende in den USA, die manch Investor vielleicht erwartet, wird es unseres Erachtens sobald nicht geben.

Wäre es aus heutiger Sicht nicht trotzdem ratsam, den US-Dollar zu integrieren?

Der US-Dollar hat sich in den vergangenen Monaten zwar sehr gut gegenüber dem Euro entwickelt. Das gilt aber auch für andere Währungen aus Volkswirtschaften, die wir als robuster einschätzen als die USA. Wir bleiben unserem Konzept treu und konzentrieren uns auf die im Fonds enthaltenen Währungsräume. Der Fonds ist und bleibt eine Ergänzung zu den traditionell auf US-Dollar und Euro konzentrierten Rentenbeständen. Oder andersherum: Der Fonds ist kein Ersatz für ein globales Rentenmandat – das war auch nie die Absicht. Sehr gut lässt sich das am gesamten Rentenbestand von Flossbach von Storch ablesen: Zurzeit entfallen da mehr als 60 Prozent auf US-Dollar-Anleihen, wenn auch zum großen Teil währungsgesichert, rund 10 Prozent auf die im Currency Diversification Bond vertretenen Währungen und der Rest auf Euro-Titel.

Das Britische Pfund und der japanische Yen sind ebenfalls nicht im Portfolio zu finden.

Was für Euro und US-Dollar gilt, trifft auch auf den Yen und das Pfund zu. Der Fonds meidet Währungsräume, die von einer tendenziell lockeren Geldpolitik geprägt sind.

Den Schweizer Franken haben Sie zurzeit mit weniger als 3 Prozent gewichtet. Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung dieser Währung ein?

Grundsätzlich berücksichtigen wir bei der Bewertung zwei Faktoren – die Währung selbst und den Rentenmarkt des jeweiligen Währungsraums. Der Franken hat, seitdem er nicht mehr an den Eurokurs gebunden ist, sehr stark zugelegt. Auch wenn sich der Trend noch eine Weile fortsetzen kann, sind wir der Meinung, dass der Markt einen Großteil des Aufwärtspotenzials bereits vorweggenommen hat. Und Schweizer Anleihen sind mit negativen Renditen selbst bei Laufzeiten von zehn Jahren alles andere als attraktiv.

Hat der Fonds von der Euro-Abkoppelung des Schweizer Franken im Januar profitiert?

Wir haben profitiert, ja, aber leider nur in geringem Umfang.

Ihr Schwerpunkt liegt seit jeher bei Öl- und Rohstoffwährungen wie der Norwegischen Krone, dem Kanadischen Dollar und dem Austral-Dollar. Welche Chancen rechnen Sie sich dort aktuell aus?


Norwegen, Kanada und Australien sind relativ solide aufgestellt, auch wenn die schwachen Rohstoffpreise deren Währungen zurzeit belasten. Genauso wichtig ist aber der Zinsmarkt. Aufgrund des im Vergleich zu Europa höheren Zinsniveaus und der Zinsrückgänge in den vergangenen Monaten haben wir mit den Anleihen aus den genannten Volkswirtschaften deutliche Kursgewinne erzielen können.

Was ist entscheidender für Performance und Fondsstrategie – die Anleihe- oder die Währungserträge?

Das hängt vom Betrachtungszeitraum ab. 2013 war sehr stark von der Währungsentwicklung geprägt, 2014 dagegen von den Anleiheerträgen. In diesem Jahr scheint es wieder die Währung zu sein. Schaut man sich den gesamten Zeitraum seit Auflegung an, waren die Anleiheerträge bisher größer als die Währungsgewinne.

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