Threadneedle-Kommentar: Obama ist gut für Aktien

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Barack Obama ist als Sieger aus einem der polarisierendsten Wahlkämpfe der vergangenen Jahre hervorgegangen. Aber trotz aller Wahlrhetorik: Obama weiß, dass sein Handelsspielraum angesichts des Fiscal Cliffs und der laufenden Staatsdefizits begrenzt ist. Er hat kaum andere Möglichkeiten, als diese Probleme anzugehen (wie es auch Mitt Romney getan hätte). Indem er Steuersätze hebt und Ausgaben kürzt.

Die Märkte mögen zwar kurz nach der Wahl noch sehr stark schwanken. Langfristig glauben wir aber, dass US-Aktien durch die fundamentale Stärke der Wirtschaft gewinnen werden. Amerika profitiert von einem wieder auflebenden Immobilienmarkt und einer industriellen Wiedergeburt mithilfe der relativ billig gewordenen Energieversorgung.

Zudem wird die Investitionstätigkeit stark zunehmen (von dem derzeit sehr niedrigen Niveau), weil die politische Zukunft nach der Wahl klarer geworden ist. Und der Aktienmarkt sollte davon profitieren, dass die Geldpolitik nun unverändert bleibt. Romney hatte sich ja gegen Quantitative Easing ausgesprochen und angekündigt, Ben Bernanke als Chef der Notenbank entlassen zu wollen. Beides stützt aber Aktien- und Häusermarkt.

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