Das Hamburger Marktforschungsunternehmens Appinio hat in einer Studie die Einstellungen und Erwartungen deutscher Hunde- und Katzeneigentümer in Hinblick auf die Tierkrankenversicherung beleuchtet. 

Die wichtigsten Ergebnisse im Detail

Ausgaben: Der Großteil der Befragten schätzt seine jährlichen Kosten für Tierarztbesuche als eher gering ein. 44,2 Prozent geben an, dass diese unter 500 euro liegen, im Bereich zwischen 500 und 100 Euro sind es 35,3 Prozent. Ausgaben von mehr als 2.000 Euro im Jahr geben indes gerade einmal 3 Prozent der Befragten an.

Tierarztkosten: 81,4 Prozent der Teilnehmer sorgen sich vor hohen Kosten beim Tierarztbesuch. Dahinter verbergen sich die Befragten, die dieser Aussage voll und ganz zustimmen, zustimmen und eher zustimmen 82,8 Prozent stimmen abgestuft der Aussage zu, schon einmal eine Tierarztrechnung erhalten zu haben, die höher war als erwartet. 75,2 Prozent legen demzufolge auch regelmäßig Geld für unvorhergesehene Tierarztkosten zur Seite. 70 Prozent befürchten, im Ernstfall nicht die beste Behandlung für ihr Tier bezahlen zu können. 86,4 Prozent der befragten Tierhalter geben wiederum an, sich zu wünschen, besser gegen unerwartete Tierarztkosten abgesichert zu sein.

Verbreitung: 35 Prozent haben eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen. Zudem ziehen knapp 21 Prozent in den kommenden sechs Monaten in Betracht, eine solche Police abzuschließen. 28,6 Prozent ziehen eine solche Absicherung zumindest generell in Betracht, nur 15 Prozent schließen sie ganz aus. 

Versicherungsbereitschaft: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer (55,5 Prozent), die keine Tierversicherung haben und es aktuell nicht planen, geben hoch empfundene Beitragskosten als Grund an. 42,7 Prozent sagen, dass sie sich zu wenig über Absicherungsmöglichkeiten auskennen. 24,3 Prozent vertrauen auf die eigenen Rücklagen, während 12,4 Prozent von schlechten Erfahrung gehört haben.

 

Prämienhöhe: 72 Prozent der Teilnehmer mit oder ohne Tierversicherung zahlen zwischen zehn und 39 Euro im Monat beziehungsweise wären dazu bereit. Für 16,7 Prozent liegt die Prämie sogar bei weniger als zehn Euro. Eine monatliche Kostenbelastung zwischen 40 und 59 Euro haben oder akzeptieren 7,8 Prozent der Teilnehmer, über 60 Euro gerade noch einmal 3,5 Prozent.

Leistungen: Von einer Tierkrankenversicherung erwarten 73,4 Prozent, dass die Kosten für den Tierarzt und für Operationen des versicherten Tieres (72,8 Prozent) übernommen werden. 60,4 Prozent gehen von der Kostenübernahme für Medikamente und 50,8 Prozent von Zuschüssen für Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen aus. Am geringsten ist die Bedeutung des Angebots einer digitalen Tierarztberatung. Sie wird nur von 23,6 Prozent der Studienteilnehmer erwartet.

500 Tierhalter befragt

Für die Untersuchung wurden im Juni 500 Tierbesitzern neun Fragen gestellt. Dazu muss angemerkt, werden, dass bei dieser kleinen nicht repräsentativen Grundgesamtheit die Aussagekraft der Untersuchung sicherlich begrenzt ist.

Die Teilnehmer sind je zur Hälfte Frauen und Männer und verteilen sich zu gleichen Teilen auf fünf Altersgruppen zwischen 18 und 65 Jahren. 67 Prozent besaßen zum Zeitpunkt der Befragung eine Katze, 66 Prozent einen Hund und 13,4 Prozent ein Kleintier wie ein Kaninchen oder ein Meerschweinchen. 11,4 Prozent waren im Besitz von mindestens einem Fisch und 9,2 Prozent von mindestens einem Vogel. 3,2 Prozent nannten Reptilien als ihr Eigentum. Dabei waren Mehrfachnennungen möglich. 

„Unsere Analyse belegt eine klare Sorge der Tierhalter vor unerwarteten Tierarztkosten und zeigt einen Bedarf an transparenten Versicherungslösungen“, sagt Vanessa Bittner, Managerin für Kundenbeziehungen im Bereich Finanzen und Versicherungen bei Appinio. Die Tatsache, dass die durchschnittlichen Kosten eines Tierarztbesuchs seit der GOT-Anpassung (Gebührenordnung für Tierärzte) im November 2022 um rund ein Viertel bis ein Drittel gestiegen sind, bestätigt laut der Autoren die Berechtigung dieser Sorgen. 

Doch welche Anbieter kennen die Befragten als Spezialisten für die Tierversicherung. In der Bildergalerie sehen Sie die Top 10 der Produktgeber, die den Teilnehmern spontan eingefallen sind >>  

Platz 10: Huk-Coburg
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Huk-Coburg-Zentrale. Bildquelle: HUK-COBURG

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Anteil: 2,0 Prozent