DAS INVESTMENT: Herr Buss, Ihr Fonds „Patient Capital“ hat im vergangenen Jahr eine Rendite von über 30 Prozent erzielt. Es dominierten vor allem die sogenannten „Magnificent Seven“ - Microsoft, Apple, Amazon und Co - die Schlagzeilen. Hat deren Performance Ihren Erfolg getrieben?

Timo Buss: Lediglich zu einem kleinen Teil, da nur zwei der sieben Tech-Riesen bei mir eine Rolle spielen. Ansonsten bin ich nicht übermäßig auf die „Magnificent Seven“ fokussiert und halte seit Fondsstart keine Anteile an Tesla, Nvidia, Meta oder Apple. Mein Fonds zeichnet sich durch einen breiten Branchenmix aus mit Beteiligungen beispielsweise auch im Einzelhandel oder bei Getränkeherstellern. Den Erfolg letztes Jahr haben auch andere Titel ermöglicht, die weitgehend unter dem Radar laufen. Beispielhaft steht der Kursanstieg um 70 Prozent beim Mutterkonzern der mexikanischen Kiosk-Kette Oxxo, über die wir vor einem Jahr ausführlich sprachen. Insgesamt haben über 150 Unternehmen im S&P 500 den Gesamtmarkt geschlagen - viele davon sind etablierte Konzerne außerhalb des Technologiesektors wie Fedex, Lululemon oder Marriott.