Das sind unsere Medien des Monats Juni Foto: Unsplash.com

Tipp der Redaktion

Das sind unsere Medien des Monats Juni

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Verlag: Springer; Preis: 19,99 Euro (204 Seiten); ISBN: 978-3-65826-406-2

Finanztipps für Frauen

Constanze Hintze „Finanz-Petits-Fours“

Häppchen: Nur einer ist für Ihre finanzielle Unabhängigkeit zuständig, und zwar Sie selbst! Mit dieser Mahnung eröffnet Constanze Hintze ihr Ratgeberbuch. Es richtet sich nach seinem Untertitel – „So erreichen (nicht nur) Frauen Wohlstand und finanzielle Freiheit“ – zwar formal vor allem an eine weibliche Klientel. Im Grundsatz gelten die Ratschläge jedoch für alle Verbraucher, die sich aktiv um ihre persönlichen Finanzen kümmern möchten.

Das Buch basiert auf Kolumnen, die die Autorin im Handelsblatt veröffentlicht hat. Hintze kommt aus der Praxis, sie ist Chefin eines Finanzdienstleisters. In ihrem Buch schaut sie auf die finanziellen Bedürfnisse in speziellen Lebenssituationen wie Familiengründung, Elternschaft oder Scheidung und gibt konkrete Empfehlungen für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge. Die gemeinhin als trocken geltenden Finanzthemen hat sie kompakt und auch für Finanzlaien verständlich aufbereitet, zahlreiche Praxisbeispiele inklusive.


Verlag: Hoffmann und Camp; Preis: 18,00 Euro (256 Seiten); ISBN: 978-3-45500-893-7

Lebensweg eines Hamburger Jung'

Michel Abdollahi „Deutschland schafft mich“

Gesellschaft: Die rassistischen Anschläge von Hanau im Februar waren für Michel Abdollahi Anlass, sein Buchprojekt zum Rechtsextremismus in Deutschland vorzuziehen. Denn der 1981 in Teheran geborene und 1986 mit seiner Familie nach Hamburg gezogene NDR-Reporter fühlt sich in seiner neuen Heimat zunehmend unwohl.

Er beobachtet eine neue Normalität, seitdem die AfD als größte Oppositionspartei im Bundestag sitzt: Es verschiebe sich die Grenze des Sagbaren weiter und weiter nach rechts. Wie es dazu kam, skizziert der Jurist und Journalist anhand seiner persönlichen Lebensstationen vom Sommermärchen 2006 über die Flüchtlingskrise 2015 bis zu den antisemitischen Mordversuchen von Halle 2019.


Verlag: S. Fischer; Preis: 21,00 Euro (320 Seiten); ISBN: 978-3-10390-001-9

Feingeist in der Krise

Ingo Schulze „Die rechtschaffenen Mörder“

Lebenssinn: Wie kann es sein, dass ein angesehener DDR-Intellektueller zu einem Rechtsradikalen wird? Dieser Frage geht Ingo Schulze in seinem neuesten Roman nach. Der gebürtige Dresdner kennt aus eigenem Erleben die Jahre um die deutsch-deutsche Wiedervereinigung, in denen der Hauptfigur Norbert Paulini in kurzer Zeit die wirtschaftliche und geistige Lebensgrundlage abhandenkommt.

Auch Autor Schulze tritt in der Geschichte auf. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass er am Ende sogar einen Mord begeht. Vieles bleibt im Roman leider im Unklaren: Geschädigter oder Mörder, Prinzipientreuer oder Abtrünniger. Wer also eine klare Antwort auf die Eingangsfrage erwartet, könnte enttäuscht werden.

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