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TKL: Leistungsbilanz-Vergleich mit Signalwirkung

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TKL vergleicht seit 2002 Emissionshäuser für Schiffsbeteiligungen, indem die Gesamtkapitalrendite aus Eigen- und Fremdkapital mit dem Risiko ins Verhältnis gesetzt wird. 2007 ist die Rendite zum dritten Mal in Folge gestiegen, während das Risiko seit 2002 beständig abnimmt. Das Risiko bestimmt TKL mit der Wahrscheinlichkeit, mit der das Ergebnis eines einzelner Schiffsfonds von der Gesamtrendite aller Fonds eines Anbieters abweicht. Das Rendite-Risiko-Verhältnis des Schiffsfonds-Portfolios eines Anbieters kann im Verhältnis zum Marktdurchschnitt überdurchschnittlich, durchschnittlich oder unterdurchschnittlich sein. Nur wenige Häuser schneiden unterdurchschnittlich ab Die Portfolios der meisten Schiffsfondsanbieter haben sich mit dem Trend zunehmender Rendite und rückläufigem Risikos entwickelt. Gegen den Trend läuft das Fondshaus Hamburg (FHH), deren Rendite bei gestiegenem Risiko praktisch unverändert ist. Ähnliches gilt für die Hamburgische Seehandlung und Atlantic, die gleichwohl immer noch als überdurchschnittlich eingestuft werden. Grafik vergrößern Auch König & Cie. entwickelt sich gegen den Trend, das Emissionshaus rutscht dadurch im Vergleich zum Vorjahr von „überdurchschnittlich“ auf „durchschnittlich“ ab. FHH rutschte von „durchschnittlich“ bei höherer Rendite und erhöhtem Risiko ab auf „durchschnittlich“ bei geringerer Rendite und verringertem Risiko – immer im Vergleich zum Marktdurchschnitt gesehen. Hansa Mare Hansa Treuhand und Salamon verringerten das Risiko, verloren aber auch an Rendite. HCI legte bei beiden Parametern zu. Hierdurch gab es jedoch gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen im Verhältnis zum Markt. Erstmals erfasst in diesem Jahr sind HHSI und Ownership. Den fetten Jahren folgen ausgesprochen magere Jahre Was lässt sich aus den Ergebnissen ableiten? Bekanntlich können Ergebnisse aus der Vergangenheit nur Indikatoren für die Zukunft sein. Es ist aber ein durchaus positives Indiz für künftige Investments, wenn sich einige Emissionshäuser seit Jahren überdurchschnittlich abschneiden. Die guten Ergebnisse der Vergangenheit sind aber ebenfalls ein Indiz für die schlechten Nachrichten, auf die man sich in diesem Jahr einstellen muss. Denn die steigenden Renditen der vergangenen Jahre verweisen auf die hohen Charterraten und mithin gestiegenen Schiffspreise jener Jahre. Das aktuelle Ratenumfeld bedroht auch Fonds mit bestehenden Charterverträgen, da die Charterer beginnen, die Verträge nachzuverhandeln. Im Ergebnis heißt das: sinkende Renditen wegen geringerer oder ausbleibender Ausschüttungen und steigendes Risiko, vor allem bei jungen Fonds mit tendenzielle teuren Schiffen. Der Initiatorenvergleich von TKL 2008 wird zeigen, wie gut es den verschiedenen Emissionshäusern gelang, ihre Fonds durch die Krise zu steuern.

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