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Top-Gehälter für Pleite-Banker: Banken zahlen mehr als 2007

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Allein die 23 größten US-amerikanischen Finanzinstitute werden laut WSJ ihren Angestellten mehr als 140 Milliarden US-Dollar (95 Milliarden Euro) auszahlen. Das wären zehn Milliarden Dollar mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007 und über 20 Milliarden Dollar mehr als im Krisenjahr 2008.

Im Schnitt bekommt ein Angestellter der Top-Banken in diesem Jahr 143.400 Dollar (96.365 Euro) – das sind fast 2.000 Dollar (1.345 Euro) mehr als im Rekordjahr 2007.

Nach WSJ-Schätzungen bekommen die Mitarbeiter von Goldman Sachs mit 743.112 Dollar (499.371 Euro) das höchste Durchschnittsgehalt, mit Abstand gefolgt von Blackrock (318.205 Dollar oder 213.833 Euro) und Morgan Stanley (263.595 Dollar oder 177.135 Euro). Insgesamt schütten die Bank of America und J.P. Morgan Chase mit 30 Milliarden beziehungsweise 29,5 Milliarden Dollar das meiste Geld an ihre Angestellten aus.

Selbst die ehemaligen Lehman-Manager zögern nicht, Forderungen an ihren bankrotten Ex-Arbeitgebern zu stellen. Wie das WSJ berichtete, fordern neun ehemalige Führungskräfte der Pleitebank insgesamt mehr als 100 Millionen Dollar (68 Millionen Euro) ein. Diese stünden ihnen nach ihren Verträgen zu, so das WSJ. Die Beiträge zur Altersvorsorge und Aktienoptionen seien ihnen bereits bis zu fünf Jahren vor der Bankinsolvenz zugesagt worden.

Auf dem internationalen Parkett versuchen die einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer des G-20 indes, die Bonuszahlungen für Bankmanager auf eine einheitliche Grundlage zu stellen.

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