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Tops & Flops: Bisher 130 Prozentpunkte Unterschied

„Die Volatilität ist ein komplexes und möglicherweise kostspieliges Portfolio-Tool“, warnt der britische Indexprodukt-Anbieter ETF-Securities im Prospekt des im Mai vergangenen Jahres aufgelegten ETFX Bofaml IV Stoxx.

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Der Risikohinweis kommt nicht von ungefähr. Nachdem der den Euro Stoxx 50 Investable Volatility Index abbildende Fonds 2011 zeitweise mehr als 150 Prozent im Plus lag, rutschte er seit Anfang Januar bislang um 62 Prozent ab. Im Vergleich zum Ende November erreichten Hoch beträgt das Minus sogar 71 Prozent.

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Hintergrund: Je größer die Schwankungen an den europäischen Aktienmärkten, desto besser entwickelt sich der zugrunde liegende Index. Bewegen sich die Kurse dagegen wie 2012 trotz des teilweise sehr angespannten Umfelds eher unaufgeregt nach oben, reiht sich Verlusttag an Verlusttag. Das wird sich solange fortsetzen, bis – aus welcher Richtung auch immer – ein neuer Schock die Wertpapierbörsen erreicht und das Adrenalin der handelnden Akteure in Wallung bringt.

So betrachtet ist der ETFX Bofaml IV Stoxx kein hoffnungsloser Fall, sondern ganz im Gegenteil ein durchaus geeignetes Instrument der Absicherung für Anleger, die der jüngsten, vom Kurs der EZB gestützten Friede-Freude-Eierkuchen- Stimmung in Europa misstrauen.

Als alleinige langfristige Anlage – auch das steht unmissverständlich im Prospekt – taugt er dagegen nicht.  

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