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Tops & Flops: Goldminenfonds brauchen dringend frisches Geld

Fondsmanager Adrian Morger
Fondsmanager Adrian Morger
Für den FS Gold & Silver Reserve Fund der Liechtensteiner Everest Wealth Management könnte es eng werden. Nicht nur, dass das aktuelle Schlusslicht kaum zweieinhalb Jahre nach dem Start ein kumuliertes Minus von 85 Prozent ausweist. Jetzt wird im Zuge des jüngsten Goldpreissturzes auch das Geld knapp: Ende April betreute Everest- Geschäftsführer Adrian Morger mit seinem Team lediglich noch 1,4 Millionen Euro.

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Aufgeben kommt für ihn dennoch nicht in Frage: „Es gab zwar vereinzelte Rückgaben, doch das Gros der Anteilseigner besteht aus langfristig orientierten Investoren. Und die Bewertung von Minenaktien ist so attraktiv wie noch nie.“ Damit sich das gesunkene Volumen nicht nachteilig auswirkt, tragen momentan Morger zufolge die Initiatoren einen Großteil der Fixkosten. Die im Vergleich zur Konkurrenz höheren Verluste erklärt er mit der Konzentration auf kleinere, vorwiegend im Silberabbau tätige Minen.

Als „Horrormonat“ empfindet auch Martin Siegel die vergangenen vier Wochen – und bezieht dabei die gesunkenen Volumina durchaus mit ein. Zwar betreut der Geschäftsführer der Edelmetall-Boutique Stabilitas in Bad Salzuflen derzeit noch rund 37 Millionen Euro.

Zwei seiner Fonds – der Stabilitas Growth Small Cap Resourcen und der Stabilitas Gold + Resourcen Special Situations – wiegen jedoch weniger als 1,5 Millionen Euro. Siegel: „Kommt es in den nächsten Wochen nicht zu einer Trendwende, müssen wir über eine Verschmelzung zumindest nachdenken.“  

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