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Tor oder Eigentor? Statistiken über hohe Mittelzuflüsse sind mit Vorsicht zu genießen

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Wie die aktuelle Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) ergab, waren Aktienfonds mit einem Zufluss von 3,6 Milliarden Euro im Mai der Verkaufsschlager. Kein Grund zur Freude, meinen die Kommalpha-Experten. Denn man sollte sich genauer anschauen, wie eine solche Zahl zustande kommt.

Die Forscher weisen darauf hin, dass in der Aktienfonds-Statistik auch viele ETFs ausgewiesen werden. So entfallen von knapp 207 Milliarden Euro, die in Aktienfonds angelegt sind, 58 Milliarden Euro auf Indexfonds.

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Auch in den Angaben zu den Mittelzuflüssen in Aktienfonds sind Gelder enthalten, die die Anleger den Indexfonds anvertraut haben. Diese belaufen sich auf 5,5 Milliarden Euro. Die großen Gewinner des Monats sind ETFlab Dax mit einem Plus von 1,8 Milliarden Euro sowie der iShares Dax, der 4 Milliarden Euro einsammeln konnte. Stellt man diese Zahl jedoch den gesamten Mittelzuflüssen, die der BVI auf 3,6 Milliarden Euro beziffert gegenüber, verliert der Rest der Aktienfonds in Summe 2,2 Milliarden Euro. Nach Untergruppen aufgesplittet weisen lediglich Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Deutschland und Großbritannien Nettomittelzuflüsse von rund 6 Milliarden beziehungsweise knapp 15 Millionen Euro auf. Aus den Fonds anderer Kategorien hingegen zogen Anleger per Saldo Gelder ab. Zudem konnten sich lediglich 26 Prozent aller vom BVI berücksichtigten Fonds über Mittelzuflüsse freuen. Die restlichen 74 Prozent – das sind 1.500 Fonds – sind hingegen im Volumen gleich geblieben oder haben Abflüsse zu verzeichnen. „In der Regel werden die Entwicklungen von einer Handvoll Fonds bestimmt, die bei Anlegern – insbesondere institutionellen – eine hohe Aufmerksamkeit erhalten“, so das Fazit der Beratungsgesellschaft. Oft werden die Analysen auf einer übergeordneten Ebene gemacht und führen zu Fehlinterpretationen –vor allem beim Sparverhalten der Privatanleger.

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