Towers-Watson-Studie

Deutsche wollen Krankenzusatzversicherungen

Die Ergebnisse der Studie „Krankenzusatzversicherung – Bedarf an Gesundheitsleistungen“ von Towers Watson zeichnen ein klares Bild: 63 Prozent der Deutschen sehen die gesetzliche Krankenversicherung als längst nicht ausreichend. Eine Krankenzusatzversicherung halten 49 Prozent der Befragten für unverzichtbar und wollen privat vorsorgen.

Die Studie zeigt auch, dass die Bereitschaft zur Absicherung zwar vorhanden, die Budgets jedoch klein sind. Mehr als die Hälfte der Befragten würde maximal 15 Euro pro Monat für eine Zusatzversicherung ausgeben, ein weiteres Drittel nicht mehr als 40 Euro.

Arbeitgeber sind gefragt

„Der Gesetzgeber sollte die Ergebnisse zum Anlass nehmen, die Rahmenbedingungen für eine ergänzende betriebliche oder private Vorsorge zu verbessern“, sagt Sybille Siefer, Leiterin des Beratungsbereichs Benefits-Brokerage bei Towers Watson Deutschland.

Auch Arbeitgeber können die Gunst der Stunde nutzen und sich durch eine arbeitgeberfinanzierte Zusatzversicherung als guter Arbeitgeber positionieren. Immerhin wünschen sich fast 60 Prozent der Arbeitnehmer mehr Unterstützung durch den eigenen Chef.

Zahnersatz liegt vorn

Beim Abschluss einer Krankenzusatzversicherung sind Zahnersatzpolicen (68 Prozent), sowie Zahnprophylaxe-Versicherungen (57 Prozent) besonders gefragt. Das Pflegerisiko hält bisher nur ein Drittel der Befragten (35 Prozent) für wichtig. Im Rahmen der Studie wurden rund 1.000 Arbeitnehmer im Alter von 20 bis 55 Jahren befragt.

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