Trend zu riskanteren Anlageformen

Citigroup sieht Aktien in Europa mit Plus von 31 Prozent

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Die Aktien im breit gefassten Stoxx Europe 600 Index dürften in diesem Jahr noch weitere 14 Prozent steigen, schrieb Jonathan Stubbs, Leiter Aktienstrategie Europa und Großbritannien bei der US-Bank, in einer Studie vom Donnerstag. Citigroup hob die Prognose für den Stoxx 600 von 400 auf 450 Punkte an. Ein Stand von 450 Zählern würde einem Anstieg von 31 Prozent gegenüber dem Wert von Ende 2014 entsprechen - das wäre die beste Jahresentwicklung seit 1999. Bis Dezember 2016 sieht Citigroup den Stoxx 600 bei 550 Punkten.

“Aus Europa kommen gute Nachrichten”, schreibt das in London ansässige Team um Stubbs. “Warum sollten in einer künstlichen Welt der quantitativen Lockerung ausgerechnet Aktien die einzige Anlagekategorie sein, die auf oder nahe einem fairen Wert gehandelt wird? Wir denken, dass dies nicht lange anhalten wird.”

Der Stoxx 600 notiert über seinem Zehnjahresdurchschnitt, die Bewertung der Aktien liegt beim 16,7-fachen des erwarteten Gewinns. Dennoch seien Aktien attraktiv angesichts des möglichen Wachstums bei Gewinnen und Dividenden, und die quantitative Lockerung werde Investoren weg von Anleihen hin zu riskanteren Anlageformen locken, schrieb Stubbs.

Im optimistischen Szenario sieht er den Stoxx 600 vom Schlussstand am Donnerstag um 69 Prozent steigen auf 667 im nächsten Jahr, während er bei einem pessimistischen Szenario nur von einem Plus von 14 Prozent auf 448 Punkte ausgeht. Als potenzielle Risiken nennt er einen Wachstumsschock, der die Konjunktur weltweit oder zumindest in Europa wieder in eine Rezession drückt, sowie eine anziehende Inflation, die zu höheren Zinsen führt.

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