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Stepan Albrech, Vorstand der Vermo?gensverwaltung Albrech & Cie

Stepan Albrech, Vorstand der Vermo?gensverwaltung Albrech & Cie

Trendwende

Aktien, Anleihen und Gold schalten in den Rally-Modus

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Noch steckt den meisten Aktienanlegern der Schreck in den Knochen: Im Frühjahr und Sommer hat sich ein Großteil der vorherigen Kursgewinne in Luft aufgelöst. Doch statt ihre Wunden zu lecken, versuchen kluge Investoren, sich für den kommenden Trend zu positionieren. Bei Albrech & Cie. sehen wir nun gute Bedingungen für höhere Aktien-, Anleihe- und Goldkurse im Herbst und Winter – aus ein- und demselben Grund!

Erinnern Sie sich noch an die Kursrally bei Euro-Aktien, die im vergangenen Oktober einsetzte und im April endete? Aufmerksame Anleger wissen zudem: Aktien waren in Euro-Land nicht die einzige Anlageklasse, die in dieser Zeit erheblich an Wert zulegte. Auch Gold, in Euro gemessen, legte von November bis Februar mit einem Plus von 23 Prozent eine beeindruckende Rallye hin. Deutsche Anleihen ließen sich ebenfalls nicht lumpen: Bundesanleihen mit 30 Jahren Laufzeit waren im April fast 30 Prozent teurer als zuvor im September.

Sinkende Realzinsen als Treiber

Wie ist es möglich, dass derart unterschiedliche Anlageklassen in ein- und dieselbe Richtung tendieren, werden Sie vielleicht fragen? Der Treiber dieses Trends sind sinkende Nominal- und vor allem sinkende Realzinsen. Denn: Sinken die Realzinsen jetzt bzw. in Zukunft, wird der Zinskupon, den Anleger für bereits erworbene Anleihen erhalten, wertvoller als bisher. In der Folge steigt der Anleihekurs. Ähnlich verhält es sich mit Aktien, da die künftigen Gewinne der Unternehmen nun mit einem geringeren Zins abdiskontiert werden müssen. Dadurch sind die künftigen Betriebsgewinne wie auch die Aktien, die ein Beteiligungsrecht an diesen Gewinnen verbriefen, heute mehr wert.

Goldanleger freuen sich über Nullzinsen

Last but not least profitiert Gold, weil die Realrendite kurzlaufender Staatsanleihen an oder sogar unter der Nullgrenze liegt. In dieser Konstellation hat ein Anleger, der sich mit Gold gegen einen Wertverlust des Euro schützen will, keine Opportunitätskosten, da er auf Zinsen nicht verzichten muss. In der Tat stieg der Goldpreis in Euro am Jahresanfang auch deshalb so stark an, weil der Euro im Vergleich zum US-Dollar, der Handelswährung für Gold, deutlich abwertete. In Dollar gemessen, war der Anstieg eher moderat.

Wieder Rallys auf allen Kanälen?

Stellt sich die Frage: Wo befinden wir uns aktuell in diesem Szenario? Bei Albrech & Cie. beobachten wir, dass der Markt spürbar geringere Zinsen einpreist – das zeigt sich am Bund Future, der die Rendite einer fiktiven zehnjährigen Bundesanleihe misst. Dieses Kurs-Barometer hat sein Tief bereits im Juni markiert und steigt seither deutlich an. Der aktuelle Zuwachs beträgt sechs Prozent; für eine Anleihe ist das ordentlich. Gut möglich daher, dass die zehnjährige Bundesanleihe bald wieder mit null Prozent rentiert oder – wie die eidgenössischen Papiere – sogar eine negative Rendite aufweist.

Die europäischen Aktienmärkte, repräsentiert durch den Euro Stoxx 50, haben ihren Tiefpunkt im August markiert; Ende September erfolgte ein erneuter Test dieses Tiefs. Im Anschluss ging es dann steil nach oben – und spätestens mit der Oktober-Ankündigung der EZB, weiter für billiges Geld zu sorgen und mehr Wertpapiere zu kaufen, fegte der Index auch die letzten Zweifler hinweg. Aktuelles Plus seit dem Tief: 13 Prozent. Gold in Euro erreichte sein Tief Mitte September und hat seither gut acht Prozent aufgesattelt.

Anleihen drehen zuerst, Aktien und Gold folgen

Vergleicht man beide Abläufe miteinander, zeigt sich, dass sich das Muster aus dem vergangenen Jahr gerade eben wiederholt hat: Zuerst drehen die Rentenmärkte, indem die Zinsen sinken und die Anleihekurse steigen. Mit etwas Verzögerung bilden die Aktienmärkte und Gold einen Kurs-Boden und gehen ebenfalls in einen Aufwärtstrend über. Dieser Aufwärtstrend ist derzeit noch jung und kann damit für alle, die sich trauen, sehr profitabel werden. Aber es braucht auch gute Nerven, ihn zu „reiten“ – und einen klar definierten Ausstiegspunkt, sodass größeres Unheil verhindert wird, wenn die Sache sich doch anders entwickelt.

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