Trendwende bei Geldmarktfonds

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Geldmarktfonds verzeichnen zum ersten Mal seit Dezember vorigen Jahres Mittelabflüsse. Das geht aus der aktuellen Absatzstatistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) hervor. Demnach zogen deutsche Anleger im vorigen Monat hier insgesamt 4,2 Milliarden Euro ab. Damit führen Geldmarktfonds die Verliererliste des vorigen Monats an.

„Darin spiegeln sich unter anderem die Auswirkungen der US-Immobilienkrise auf Produkte mit forderungsbesicherten Wertpapieren wider“, erklärt BVI-Sprecher Frank Bock. In den vergangenen zwei Monaten schlossen mehrere Gesellschaften ihre bislang als sehr sicher geltenden Geldmarktfonds, die zum Teil auch in Asset Backed Securities (ABS) investieren.

Aus allen Kategorien von Investmentfonds flossen im August 8,1 Milliarden Euro ab. Neben Geldmarktfonds, standen wieder einmal Aktienfonds (minus 3,6 Milliarden Euro) und Rentenfonds (minus 3 Milliarden) auf der Verkaufsliste der Anleger. Stattdessen legten sich viele Anleger eine Mischung aus den beiden klassischen Anlageklassen ins Depot: Mischfonds verbuchen Zuflüsse von 1,7 Milliarden Euro. Wertgesicherten Fonds flossen 200 Millionen Euro zu. Bei offenen Immobilienfonds hielten sich Käufe und Anteilrückgaben die Waage.

Trotz der aktuellen Abflüsse, sind Geldmarktfonds mit einem Plus von 28,2 Milliarden Euro bislang die meistverkauften Fondsprodukte dieses Jahres. Aktienfonds dagegen verloren seit Januar 15,8 Milliarden Euro, so viel wie keine andere Fondsklasse. Auch Rentenfonds zählen mit Abflüssen von 11,2 Milliarden Euro zu den Verlierern der ersten acht Monate dieses Jahres.

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