Die Stuttgarter Investmentboutique Tresides Asset Management hat die Auflage eines neuen Publikumsfonds bekannt gegeben. Der „Tresides German Equities" soll ab dem 1. April 2025 verfügbar sein und wird nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung kategorisiert.

Das Management des Fonds übernimmt Marian Frisch, der seit Januar 2025 bei Tresides tätig ist. Zuvor arbeitete er 14 Jahre lang bei Metzler, wo er deutsche All-Cap- sowie Small- und Mid-Cap-Strategien in Publikumsfonds und Spezialfondssegmenten verantwortete.

Qualität zu unterbewerteten Ertragsperspektiven 

Der Investmentprozess des „Tresides German Equities“ basiert auf einem zweistufigen fundamentalen Bottom-up-Ansatz. In der ersten Stufe wird die Qualität der Unternehmen anhand von vier Kriterien analysiert: Industrie, Strategie, Management und Finanzen. „Ich kaufe kein Unternehmen auf Quartalsbasis", sagt Frisch zu seinem langfristigen Ansatz. Unternehmen mit strukturellen Problemen oder unzureichendem ESG-Profil werden ausgeschlossen.

In der zweiten Stufe erfolgt die Bewertungsanalyse. Basierend auf selbstentwickelten Modellen wird der faire Unternehmenswert ermittelt. Investiert wird nur mit ausreichender Sicherheitsmarge, um dauerhafte Kapitalverluste zu vermeiden. Frisch bezeichnet diesen Ansatz als „Qualität zu unterbewerteten Ertragsperspektiven".

Das Portfolio soll etwa 30 Titel umfassen, wobei jeder Titel eine Mindestgewichtung von zwei Prozent aufweisen muss. Der Fonds verfolgt einen aktiven „High-Conviction-Ansatz" ohne Benchmark und Sektorfokus. Das All-Cap-Konzept soll es ermöglichen, sowohl Large Caps als auch Small und Mid Caps ins Portfolio aufzunehmen.

 

Deutsche Aktien bieten Potenzial 

Zu den Gründen für die Auflage eines Deutschland-Fonds führt Frisch an, dass deutsche Aktien nach fünf Jahren wirtschaftlicher Stagnation Potenzial bieten könnten. Die Entscheidung für die Auflage des Fonds als Publikumsvehikel fiel bereits im Sommer 2024.

Tresides verwaltet nach eigenen Angaben über 2 Milliarden Euro in sieben verschiedenen Publikumsfonds sowie Spezialfondsmandaten. Die Verwaltungsvergütung für den neuen Aktienfonds beträgt 0,90 Prozent, eine Performance-Gebühr wird nicht erhoben. Der Risikoindikator nach SRI liegt bei 5 von 7.