Händler an der Börse Frankfurt: Mit Dividendenerträgen konnten Aktionäre die Kursverluste 2015 weitgehend wett machen. Foto: Getty Images

Händler an der Börse Frankfurt: Mit Dividendenerträgen konnten Aktionäre die Kursverluste 2015 weitgehend wett machen. Foto: Getty Images

Trotz Börsenturbulenzen

„Dividendenerträge machen die Kursverluste 2015 fast vollständig wett“

//

Die globalen Dividenden belaufen sich 2015 laut dem Henderson Global Dividend Index auf 1,15 Billionen US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 9,9 Prozent. 

Dollarstärke drückt die ausgewiesenen Dividenden

Doch die Dollarstärke schmälert das Jahresergebnis um den Rekordbetrag von 104 Milliarden Dollar. Die ausgewiesenen Dividenden sind damit laut Henderson-Studie 2,2 Prozent niedriger als im Vorjahr. 

„Dividendenerträge bilden 2015 eine wichtige Komponente der Gesamtrendite von Aktienanlegern; sie machen die Kursverluste von 1,3 Billionen Dollar, die diese 2015 erleiden, fast vollständig wett“, schreibt Henderson. 

Dividendenrückgang in China, Indien überholt Brasilien

Motor des globalen Dividendenwachstums sind dabei die USA. Die dortigen Unternehmen haben laut Studie den größten Anteil an den weltweiten Dividenden und steigern ihre Ausschüttungen zudem in flottem Tempo. Auf zugrunde liegender Basis, also ohne Währungseffekte, ist das Wachstum in Japan am höchsten. Australien, Kanada und Kontinentaleuropa zeigen sich ebenfalls in guter Verfassung. Großbritannien fällt weit zurück.

Henderson korrigiert Prognose um 10 Milliarden Dollar nach unten

China verzeichnet zum ersten Mal einen Dividendenrückgang gegenüber dem Vorjahr. Indien überholt Brasilien und nimmt dessen Platz als drittgrößter Dividendenzahler aus der Gruppe der Schwellenländer ein.

Erhebliche Dividendenkürzungen stellt die Henderson-Studie im Rohstoffsektor - insbesondere bei britischen Unternehmen - fest. Das wird nach Auffassung der Henderson-Analysten das Dividendenwachstum 2016 bremsen. So geht Henderson von einem Anstieg der Dividendenzahlungen um 1,6 Prozent auf 1,17 Milliarden Dollar im kommenden Jahr aus. Damit senkt die Investmentgesellschaft allerdings ihre bisherige Prognose, die um 10 Milliarden Dollar höher lag. 

Mehr zum Thema
RWE-AktieHohe Dividendenrendite kann ein Risiko sein Turbulenzen an US-BörsenFlucht in defensive Aktien ist teuer DZ Bank nennt Favoriten unter den Dividenden-AktienDas sind die 10 besten Dividenden-Aristokraten