Trotz Fair Trade: Starbucks fliegt aus Öko-Index

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Der ethisch-ökologische Natur-Aktien-Index (NAI) hat die internationale Kaffeehauskette Starbucks ausgeschlossen. Das teilt der NAI-Ausschuss mit. Bei der Förderung von Öko-Kaffee sei Starbucks zwar nach wie vor sehr engagiert, heißt es weiter. Doch „die Tricksereien zur Vermeidung von Steuerzahlungen widersprechen den Prinzipien eines nachhaltigen Wirtschaftsstils“, sagt NAI-Sprecher Horst Hamm. Der NAI setze damit ein demonstratives Zeichen gegen die massive Ausnutzung von Steuerschlupflöchern.

An Stelle von Starbucks ist im NAI künftig der Kaffeegroßhändler Green Mountain Coffee vertreten, der im Bio- und Fairtrade-Bereich engagiert ist. Das Unternehmen ist mit 5.800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 3,8 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr ein  weltweit führender Spezialitätenanbieter für Bio-Kaffee und fair gehandelte Kaffeeprodukte. Während in Deutschland der Anteil von fair gehandeltem Kaffee nach wie vor weniger als zwei Prozent beträgt, liegt dieser Anteil in den USA inzwischen bei 18 Prozent. Green Mountain hat am fair gehandelten Kaffee ebenso wie am Bio-Kaffee einen Anteil von zehn Prozent in den USA.

Ebenfalls neu im Index ist das britische Unternehmen Kingfisher. Die Baumarktgruppe punktet durch ressourcenschonende und energiesparende Angebote im Heimwerkermarkt und Do-it-yourself-Bereich. Kingfisher hat zahlreiche Produkte entwickelt, damit die Kunden gezielt Wasser oder Energie sparen können. 81 Prozent sämtlicher Holzprodukte stammen aus ökologisch zertifizierten Wäldern. Bis 2020 soll die 100-Prozent-Marke erreicht werden. Kingfisher ersetzt im NAI das österreichische Wasserunternehmen BWT, das wegen Übernahme ausscheidet.

Zum Index:
Der Natur-Aktien-Index (NAI) nimmt Unternehmen in den Index auf, die im ökologischen und auch im sozialen Bereich zu den Branchenvorreitern gehören. Es gibt ihn seit 1997.

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