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Börse in New York: In den USA notieren Aktien nur wenig unter ihren Allzeithochs. | © Getty Images

Trotz Konjunkturflaute

Aktienkurse steigen deutlich

Als wäre nichts gewesen: In den USA notieren Aktien nur wenig unter ihren Allzeithochs. Selbst der Dax ist nur noch 5,5 Prozent von seinem Rekordstand von Anfang 2018 entfernt. Bildlich gesprochen widersetzen sich die Börsen der Schwerkraft. Denn Gründe für schwächere Kurse gibt es eigentlich zur Genüge: Der anhaltende Handelskonflikt der USA mit China und Europa, die nie endend wollende Brexit-Debate und diverse Probleme in einzelnen Branchen (Autos, Banken) aufgrund sich anbahnender Strukturproblemen haben die Weltkonjunktur abgebremst. Europa ist sogar besonders stark betroffen. Und was macht der Euro Stoxx 50? Der Index braucht keine 6 Prozent Plus für ein neues Allzeithoch.

Marco Herrmann
Foto: Fiduka

Vor einem Jahr prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für dieses Jahr noch ein globales Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent. Im Oktober korrigierte die Organisation den Wert auf 3 Prozent. Für Deutschland wurden die des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sogar von 1,9 auf 0,5 Prozent korrigiert.

Klar, dass die schwächere Konjunktur sich auch auf die Ertragslage der Unternehmen auswirkt. Bei den europäischen Unternehmen werden statt eines Gewinnplus von rund 10 Prozent mittlerweile rückläufige Gewinne erwartet - aktuell liegt das geschätzte Minus bei 3 Prozent. In den USA sieht es nicht viel besser aus. Gewinnwarnungen und Ankündigungen von Entlassungen gehören derzeit zur Tagesordnung.

Aktien bleiben stabil

Und doch weisen die Aktienmärkte in diesem Jahr überdurchschnittliche Kurssteigerungen aus. Angesichts der zunehmenden ökonomischen und geopolitischen Probleme hätte es auch anders kommen können. Aber die solide US-Wirtschaft, vor allem die ausgabenfreudigen amerikanischen Konsumenten und die Notenbanken, die ihre Geldschleusen wieder öffnen, hielten und halten die Märkte trotz schlechter Nachrichten über Wasser.

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