Zufrieden mit Sparbuch & Co.

Trotz Niedrigzinsen

Zufrieden mit Sparbuch & Co.

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Sicherheit geht vor - eine hohe Rendite ist nachrangig: Das ist das Ergebnis einer Studie unter mehr als 1.000 Bundesbürger, die im Auftrag von Goldman Sachs Asset Management (GSAM) durchgeführt wurde. 63,7 Prozent der Befragten gaben Sicherheit als das wichtigste Geldanlage-Kriterium an. Die jederzeitige Verfügbarkeit des Geldes ist für jeden Vierten (25,7 Prozent), eine hohe Rendite lediglich für 9,3 Prozent der Befragten das wichtigste Kriterium.

Entsprechend sind und bleiben das klassische Sparbuch sowie das Tages- oder Festgeldkonto (72,9 Prozent) die beliebtesten Anlageformen der Deutschen. In Fonds (38,6 Prozent), Immobilien (35,8 Prozent) sowie Aktien (31,9 Prozent) hingegen hat jeweils nur rund jeder Dritte Geld angelegt. Bei Anleihen sind die Deutschen noch reservierter: Lediglich 6,6 Prozent bzw. 6,8 Prozent sind bei der gegenwärtigen Zinslage noch in Staatsanleihen beziehungsweise Unternehmensanleihen investiert.

Staatsverschuldung spielt keine Rolle

Als größtes Risiko für die eigene Geldanlage gilt den deutschen Anlegern zurzeit die Inflation (34,8 Prozent), gefolgt von wirtschaftlichen (25,7 Prozent) und politischen Risiken (16,5 Prozent). Staatsverschuldung (11,1 Prozent) und Deflation (8 Prozent) spielen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.

Obwohl sich die Zinsen bereits seit einiger Zeit auf historischen Tiefständen befinden sowie die Folgen für die Geldanlage und die zu erwartenden Renditen signifikant sind – gerade in den bei den Deutschen so beliebten Sparbüchern, Tages- und Festgeldkonten – ist die große Mehrheit (58,7 Prozent) mit dem Ertrag ihrer Geldanlagen in der herrschenden Niedrigzinsphase trotzdem sehr zufrieden oder zufrieden.

Nach Meinung der Anleger sind vor allem Aktien (45,8 Prozent), Unternehmensanleihen (40,9 Prozent) und Fonds (38,2 Prozent) in der aktuellen Zinsphase riskanter geworden. 41 Prozent sind hingegen davon überzeugt, dass Immobilien eine sicherere Geldanlage geworden sind.

Fast ein Drittel der Befragten kaufte Unternehmensanleihen hinzu

Dementsprechend erhöhten knapp 30 Prozent der Umfrageteilnehmer den Immobilien-Anteil in ihrem Portfolio. Rund 32 Prozent kauften Unternehmensanleihen hinzu. Rund 29 Prozent der Befragten vergrößerten ihren Aktienanteil; 22 Prozent setzen nun stärker als zuvor auf Fonds.

Wesentlich unbeliebter sind hingegen Staatsanleihen geworden: Mehr als 35 Prozent der Befragten zog ihr Geld aus dieser Anlageklasse ab. 28 Prozent der Umfrageteilnehmer hoben nach eigenen Angaben Geld vom Sparbuch sowie von Tages- und Festgeldkonten ab, um es in andere Anlageklassen umzulegen.

Im Schnitt rund 60 Prozent haben gar nicht auf die Niedrigzinsphase reagiert und ihr Investment in den einzelnen Anlageklassen weder erhöht noch verringert.

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