Trotz Rekordstrafe

Buffett-Wette auf Bank of America bringt 6 Milliarden Dollar

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Der Milliardär und Star-Investor Warren Buffett rechnet schon eine Weile damit, dass Bank of America eines Tages zu einem Gewinn-Dynamo wird. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass das Unternehmen seine rechtlichen Streitigkeiten endgültig beilegt.

Die Bank wird jetzt 16,65 Milliarden Dollar zahlen, um damit Ermittlungen auf Bundesstaaten- und Bundesebene wegen des Verkaufs von Hypothekenanleihen zu beenden, wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde.

Der Vergleich beendet laut Vorstandschef Brian T. Moynihan den letzten großen Streit des Konzerns mit Blick auf Problemhypotheken. Er ermögliche es der Bank, sich ab jetzt wieder auf die Zukunft zu konzentrieren.

Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway hatte nach dem Platzen der US-Immobilienblase 5 Milliarden Dollar in den Konzern gesteckt und ihm den Rücken gestärkt, wie im August 2011 bekannt gegeben wurde.

Als Teil der Vereinbarung erhielt Berkshire damals sowohl Vorzugsaktien als auch Wandelanleihen mit dem Recht, 700 Millionen Aktien der Bank zum Stückpreis von 7,14 Dollar zu kaufen. Bei Ausübung wäre Berkshire größter Aktionär.

Auf Grundlage der Kursentwicklung am Donnerstagabend würden diese Kontrakte Buffett schon jetzt auf dem Papier einen Gewinn von mehr als 6 Milliarden Dollar bescheren.

Investoren haben offenbar Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens. Trotz der jüngsten Rekordstrafe wurde die Aktie von Bank of America am Donnerstag deutlich höher gehandelt. Sie ging mit einem Plus von 4,1 Prozent bei 16,16 Dollar aus dem Handel.

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