Trotz Zinstief: Jeder Zweite findet Anlagerenditen okay

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52,1 Prozent der deutschen Anleger sind trotz niedriger Zinsen mit dem Ertrag ihrer Geldanlage zufrieden. Das geht aus einer Umfrage zur aktuellen Lage an den Kapitalmärkten von Goldman Sachs Asset Management (GSAM) hervor. Sicherheit bleibt dabei das wichtigste Kriterium, wobei Inflation und europäische Schuldenkrise aus Anlegersicht die größten Risiken bergen.

Als Anlageform wählen die Deutschen trotz derzeitigen Niedrigzinsumfelds weiterhin das klassische Sparbuch (53,9 Prozent), gefolgt von Investmentfonds, Immobilien und Festgeld. Dabei glauben zwei Drittel der Befragten an eine gleichbleibende Entwicklung der Zinssätze in den nächsten zwölf Monaten, wobei die Mehrheit der deutschen Anleger bei steigenden Zinsen sogar höhere Gewinne fürs Geldvermögen erwartet.

Andrew Wilson, Geschäftsführer (CEO) bei GSAM, gibt jedoch zu bedenken: „Investments sollten heute über alle Laufzeiten hinweg aktiv gemanagt werden. Anleger sollten dabei unserer Ansicht nach nicht unterschätzen, dass steigende Zinsen mögliche Kapitalverluste bergen.“ Auch Markus Weis und David Erichlandwehr, Co-Leiter Drittvertrieb für Deutschland und Österreich bei GSAM, raten dazu, die Laufzeit von Anleihen aktiv zu managen. Wobei flexible Rentenfonds helfen können, bei geringer Volatilität nicht nur das Vermögen zu erhalten, sondern auch überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.

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