UBS Asset Management Diese fünf Megatrends bestimmen die globalen Märkte

Fed-Präsident Jerome Powell hält an Zinserhöhungen fest | © Getty Images

Fed-Präsident Jerome Powell hält an Zinserhöhungen fest Foto: Getty Images

Diese fünf Trends können Investoren nutzen; denn sie eröffnen interessante Anlagemöglichkeiten – vorausgesetzt, bestehende Handelskonflikte weiten sich nicht unkontrolliert aus.

Trend 1: Keine Rezession in Sicht – Globales Wachstum stabilisiert sich

Es gibt  kaum strukturelle Ungleichgewichte, die einen scharfen Rückgang des Nachfragewachstums ankündigen könnten. Rechenmodelle von UBS Asset Management (UBS-AM) zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten 18 Monaten gering ist. Angesichts einer insgesamt weiterhin expansiven Geldpolitik betrachten wir die jüngste Dämpfung nicht als Vorboten eines bedeutsamen Nachfragerückgangs.

Mögliche Risiken für das globale Wachstum

Ein Risiko besteht im Handelskonflikt zwischen den USA und China – und zwar genau dann, wenn vor dem Hintergrund politischer Unsicherheiten im Euroraum und in ausgewählten Schwellenländern der Konflikt über die jüngsten Ankündigungen hinaus deutlich eskaliert.

Ein weiteres Risiko birgt China. In dem Augenblick, wenn die US-Sanktionen greifen, muss es dem Land gelingen, seine Wirtschaft komplett neu auszurichten sowie die Verschuldung und die Risiken im Finanzsektor deutlich zu reduzieren.

Eine dritte negative Bewegung erzeugt ein unerwartet schneller Anstieg von Inflation und Zinsen in den USA, was zu erschwerten Finanzierungsbedingungen führen und der Konjunktur schaden könnte.

Positiver Ausblick

Keines dieser Szenarien entspricht der Basisannahme von UBS Asset Management. Das Unternehmen erwartet, dass sich das globale Wachstum zumindest teilweise wieder synchronisiert, wenn sich die Nachfrage außerhalb der USA vom aktuell niedrigen Niveau erholt und die jüngsten Konjunkturmaßnahmen in China Wirkung zeigen.

Trend 2: Höhere Volatilität

Die aktuelle US-Wachstumsperiode ist bereits die zweitlängste der Nachkriegszeit. Mit dem Voranschreiten des Zyklus vergrößert sich die Spannweite möglicher Wachstums-, Inflations- und Zinsentwicklungen, nachdem Investoren seit der Finanzkrise meist nur sehr enge Zielkorridore gewohnt waren. Auf einem sehr einfachen Niveau sollte diese Unsicherheit, auch wenn sie nur moderat zunimmt, zu einem generellen Anstieg der Volatilität bei allen US-Anlageklassen führen.