Der UBS Global Real Estate Bubble Index 2025 liefert einen detaillierten Einblick in die Entwicklung der Wohnimmobilienmärkte von 21 Großstädten weltweit. Die jährliche Studie, durchgeführt von UBS Global Wealth Management, bewertet das Risiko von Immobilienblasen in diesen urbanen Zentren. Trotz eines allgemeinen Rückgangs der Blasenrisiken im dritten Jahr in Folge bleiben einige Märkte im Fokus der Analysten.
Wohnimmobilienmärkte haben sich weltweit abgekühlt
Insgesamt hätten sich die Wohnimmobilienmärkte zwar im Durchschnitt weiter abgekühlt, so Matthias Holzhey, Hauptautor der Studie: „Die Euphorie ist verflogen“. Städte, die 2021 noch der höchsten Risikokategorie zugeordnet waren – etwa Paris, Toronto, Hongkong oder Vancouver – verzeichneten inflationsbereinigt durchschnittliche Preisrückgänge von fast 20 Prozent gegenüber ihren Höchstständen. Auch in Frankfurt und München stufen die Studienautoren die Gefahr einer Immobilienblase nur noch als moderat ein.
In Städten mit geringerem Blasenrisiko habe der Preisrückgang im Mittel nur etwa 5 Prozent betragen, heißt es in der Studie. Gleichzeitig boomen die Wohnungsmärkte in einigen Städten jedoch gegen den allgemeinen Trend. Zwei Extrembeispiele sind Dubai und Miami mit inflationsbereinigten Preiszuwächsen von rund 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.
Der anhaltende und nicht nachhaltige Schuldenanstieg könnte den Wohnimmobilienmarkt in den kommenden Jahren erneut beflügeln, so die Prognose der Studienautoren: „In Phasen finanzieller Repression steigt die Nachfrage nach Anlagen mit positiver Realrendite, wie Immobilien.“ Zudem werde bis 2026 mit weiteren Zinssenkungen gerechnet, was Finanzierungen erschwinglicher macht. Das knappe Angebot in vielen Metropolen sorge zusätzlich für Preisauftrieb.
Diese Städte haben das höchste Immobilienblasenrisiko
Vor diesem Hintergrund präsentiert die Studie eine Rangliste der Städte mit dem höchsten Blasenrisiko. Diese Metropolen zeichnen sich durch stark gestiegene Immobilienpreise, hohe Preis-Einkommens-Verhältnisse und eine Entkopplung der Preisentwicklung von lokalen wirtschaftlichen Fundamentaldaten aus.
Platz 7: Genf
Die Preise in Genf liegen real etwa 4 Prozent höher als Mitte 2024. Seit 2023 zieht das Bevölkerungswachstum wieder an, was eine dreijährige Stagnationsphase beendete. Genfs Attraktivität als internationaler Diplomatie-Standort und Sitz zahlreicher globaler Organisationen trage zur stabilen Nachfrage bei, trotz der hohen Preise. Das geringe Angebot befeuere den Markt zusätzlich.
