Über Geld spricht man immer noch nicht

Entgelttransparenzgesetz bleibt ohne Wirkung

Andreas Peichl und Julia Schricker (v.l.): Die beiden Forscher am Ifo-Institut analysieren das Entgelttransparenzgesetz. | © ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.

Andreas Peichl und Julia Schricker (v.l.): Die beiden Forscher am Ifo-Institut analysieren das Entgelttransparenzgesetz. Foto: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.

Das Entgelttransparenzgesetz soll Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern senken und Durchblick in Lohngefüge schaffen. Klappt das? Andreas Peichl und Julia Schricker vom Ifo-Institut in München haben da so ihre Zweifel.

Die Erfahrungen, die die Personalleiter im ersten Jahr nach Inkrafttreten mit dem Gesetz gesammelt haben, scheinen die gedämpften Erwartungen vom Dezember 2017 zu bestätigen: Eine Wirkung des Entgelttransparenzgesetzes blieb weitestgehend aus – im Negativen wie im Positiven. 

Den Befragungsergebnissen vom November und Dezember 2018 zufolge machten nur in knapp 10 Prozent aller befragten Unternehmen Beschäftigte von ihrem Auskunftsanspruch Gebrauch und dort zum überwiegenden Teil auch nur vereinzelt (vgl. Abb. 1a). Interessanterweise spielt es bezüglich der Häufigkeit der...

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