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Übernahmegespräche Greift die Allianz nach Aviva France?

Eiffelturm in Paris, im Vordergrund die Seine
Eiffelturm in Paris, im Vordergrund die Seine: Die Allianz interessiert sich "Reuters" zufolge für Teile des Versicherungsgeschäfts von Aviva France | Foto: Imago / Hans Lucas

Plant die Allianz den Einstieg bei der französischen Versicherungstochter der britischen Aviva Gruppe? Das legt ein Bericht der Nachrichtenagentur „Reuters“ nahe, demzufolge der deutsche Branchenriese mit Aviva France ereits über die Übernahme von Teilen des Versicherungsgeschäfts verhandelt.

Die Gespräche seien bereits weit fortgeschritten, teilt „Reuters“ mit Verweis auf involvierte Teilnehmer mit. Das Volumen der Transaktion liegt der Nachrichtenagentur zufolge bei zwei bis drei Milliarden Euro, die Allianz zeige vorwiegend am Schaden- und Unfallgeschäft Interesse.

Athora soll Leben-Geschäft abwickeln

Für die Verhandlungen habe der deutsche Versicherer den Rückversicherer Athora ins Boot geholt, der sich auf die Abwicklung von Altbestanden spezialisiert sei und die Leben-Verträge übernehmen und abwickeln solle.

 An der Organisation des Verkaufs sollen die Investmentbanken JP Morgan und Rothschild beteiligt sein. Die Gruppe ist in 16 Ländern vertreten und hat 33 Millionen Kunden. In Großbritannien zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern von Renten- und Altersvorsorgepolicen.

Im Zuge der Übernahme würde die Allianz in Frankreich zu den drei größten Versicherern zählen, berichtet „Reuters“. Auch Axa, Generali und La Mondiale hätten Interesse bekundet. Weder die Allianz noch Aviva wollten den Bericht der Nachrichtenagentur kommentieren. Aviva France habe lediglich mitgeteilt, dass man erst am Anfang einer Strategie für Europa und Asien stehe.