London: In Großbritannien klafft nach Einführung des Provisionsverbots eine Beratungslücke. Foto: Getty Images

London: In Großbritannien klafft nach Einführung des Provisionsverbots eine Beratungslücke. Foto: Getty Images

„Überzogener Verbraucherschutz hält Kleinanleger vom Finanzmarkt fern“

Darum macht Provisionsverbot keinen Sinn

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Durch das Provisionsverbot klafft in Großbritannien eine große Beratungslücke, erklärt Europaabgeordneter Markus Ferber in seinem Vortrag auf dem Finanzplaner Forum Österreich in Wien. Der „kleine Mann“ habe keinen Zugang zur Finanzberatung mehr. „Der Kleinanleger ist als Investor komplett verschwunden“, sagt Ferber. Das wirke sich im derzeitigen Niedrigzinsumfeld negativ auf die Altersvorsorge der Bevölkerung aus.

„Überzogener Verbraucherschutz hält ganze Anlegergruppen vom Finanzmarkt fern“, so Ferber weiter. Und was macht der „kleine Mann“ stattdessen, wenn er sein Geld doch in Wertpapiere anlegen will? „Er lädt sich eine Finanzapp herunter, die weder Geeignetheitsprüfung bietet noch andere Kriterien guter Finanzberatung erfüllt,“ erklärt Ferber. Ob das wohl im Sinne des Verbraucherschutzes wäre?

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