Umfrage: AIFM-Richtlinie kostet bis zu einer Million Dollar

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Wie schätzen Vertreter von Investmentgesellschaften in Europa, aber auch in anderen Ländern die Auswirkungen der AIFM-Richtlinie auf den Fondsmarkt? Die Investmentgesellschaft BNY Mellon befragte 70 Vertreter von Finanzunternehmen aus Europa, Asien, Lateinamerika und den USA, die zusammen mehr als 5 Billionen US-Dollar verwalten. Da die Richtlinie für alle Produkte gilt, die in der EU zugelassen und vertrieben werden, ist sie auch für viele Gesellschaften mit Sitz im außereuropäischen Ausland relevant.  

Die Hälfte der Befragten befürchtet mittelfristig Nachteile, die ihr aus der neuen Richtlinie erwachsen könnten. Nur 18 Prozent der Umfrageteilnehmer rechnen mit einem regulierungsbedingten Wettbewerbsvorteil.

58 Prozent der befragten Unternehmen haben ein Team ins Leben gerufen, der sich mit den neuen regulatorischen Anforderungen befassen soll.

Insgesamt gehen die Umfrageteilnehmer von hohen Kosten aus. Sie befürchten, dass die Umsetzung der AIFM-Richtlinie die einzelnen Institutionen zwischen 300 Tausend und einer Million US-Dollar kosten wird.

Der größte Kostenblock und Zeitfresser wird aus Sicht der Befragten die Berichterstattung über regulatorische Angelegenheiten sein, gefolgt vom Reporting über Risikomanagement und Compliance. 88 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass dadurch die Gesamtkostenquote der Fonds (TER) ansteigen wird. Im Gegenzug werde die Anzahl der Produkte zurückgehen, sind zwei Drittel der Befragten überzeugt.

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