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Umfrage: Deutsche wollen mehr Kernkraft

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Dafür fordern sie von Staat und Versorgern allerdings sichere Kernkraftwerke, umweltverträgliche Lösungen für die Entsorgung von Atommüll, niedrige Energiepreise und eine transparente Kommunikation. Das geht aus einer Umfrage der Beratungsfirma Accenture hervor. 56 Prozent der deutschen Verbraucher sind dafür, die Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke zu verlängern, um die CO2-Bilanz zu verbessern. Und 65 Prozent der Befragten glauben, dass Kernkraft auf lange Sicht eine Schlüsselrolle bei der Stromerzeugung spielen wird.
Gleichzeitig bestehen die deutschen Verbraucher jedoch auch weiterhin auf einen Energie-Mix, bei dem vor allem erneuerbare Energien eine Rolle spielen. Trotz Wirtschaftskrise sind sie sich der Herausforderung einer gesicherten und klimafreundlichen Energieversorgung bewusst, heißt es von Accenture. Neun von zehn Befragten wollen die Nutzung und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen senken, und dass vor allem mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien.
Immerhin ein Lichtblick, denn mit Kernkraft lässt sich das Weltklima nicht retten. Atomenergie stellt derzeit nur rund drei Prozent des weltweiten Energieverbrauchs. Will man diesen Anteil massiv ausbauen, stößt man schnell an die Grenzen des machbaren, wie die Internationale Energieagentur im vergangenen Jahr eindrucksvoll deutlich gemacht hat: Sie empfahl in den kommenden Jahren weltweit bis zu 1.400 neue Kernkraftwerke zu bauen, um die Stromproduktion klimafreundlicher zu machen. Diese Zahl ist geradezu absurd hoch.
Zumal der Nutzen für das Klima fraglich ist. Beispiel USA: 104 der weltweit 439 Kernkraftwerke stehen in den USA. Dennoch ist die Energieversorgung alles andere als klimafreundlich. Die USA ist hinter China immer noch der größte Emittent von CO2.    
Zur Studie: Für die "Multinational Nuclear Power Pulse Survey 2009" hat Accenture im November 2008 weltweit 10.508 Verbraucher in 20 Ländern nach ihrer Einstellung zur Kernenergie befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Industrieländer sowie für die städtische Bevölkerung in den Schwellenländern. Durchgeführt wurde die Erhebung in Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Russland, Schweden, Slowakei, Spanien, Südafrika, Ungarn und USA.


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