Umfrage: Pensionskassen lieben Immobilien – nur anders

//
Es wird eng auf dem Markt für hochwertige und entsprechend sichere Immobilienanlagen. Wie eine aktuelle Umfrage unter Pensionskassen zeigt, hat das Interesse an solchen Kern-Investments (Core-Investments) derart zugenommen, dass Investoren schon auf Ausweichlösungen setzen. Bei so genannten Manage-to-Core-Strategien kaufen die Anleger zweitklassige Objekte und bringen sie auf Vordermann, indem sie sie renovieren oder bessere Mieter suchen. Dadurch werden sie zum Kern-Investment. Im Fachjargon heißt das auch Value-Add-Investment.

Für die erste European Institutional Real Estate Survey (EIRES) befragten das Finanzmagazin Investment & Pensions Europe (IPE) und die Fondsgesellschaft Invesco 83 europäische Pensionskassen mit einem Immobilienvermögen von mehr als 100 Milliarden Euro und einem Gesamtanlagevermögen von 1,29 Billionen Euro.

Besonders ausgeprägt ist der Manage-to-Core-Trend laut Umfrage außerhalb der Heimatmärkte der Investoren. Traditionelle Core-Investments machen 91 Prozent der Inlandsportfolios aus. Der Anteil der Value-Add-Investments an den inländischen Portfolios liegt dagegen bei 2,8 Prozent, verglichen mit 11,3 Prozent im europäischen Ausland. Noch größer ist der Unterschied bei ausländischen Investments außerhalb Europas: Der Anteil der Value-Add-Investments an den US- und Asien-Portfolios liegt bei 15,7 Prozent beziehungsweise 26,5 Prozent.

Welche Vehikel Investoren nutzen

Tendenziell kaufen Investoren ihre Immobilien verstärkt direkt, vor allem in ihren Heimatmärkten. Von 86,0 Milliarden Euro an inländischen Investitionen sind 73,4 Milliarden Euro direkt investiert. Auf Fonds entfallen 10,5 Milliarden Euro.

Außerhalb des Heimatmarktes spielen dagegen Fonds eine größere Rolle. In Europa laufen 27,9 Prozent der grenzüberschreitenden Anlagen über Fonds. Weniger als 4 Prozent der Befragten verwalten ihre nicht-europäischen Portfolios direkt. In den USA und Asien liegt der Anteil der Fonds bei gut 17 Prozent der Gesamtanlagen.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen (pdf, Englisch).