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Umfrage: Tausche Lohn gegen Rente

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Renten sind in ganz Europa in den letzten Jahren zu einem häufig diskutierten Thema geworden. Eine neue Studie belegt nun, dass europäische Beschäftigte anfangen, ihre langfristigen Ersparnisse und ihre Zukunft sehr ernst zu nehmen.

Denn knapp die Hälfte der Beschäftigten (49 Prozent) gibt an, dass sie einen Teil ihres Lohns für einen höheren Rentenzuschlag ihres Arbeitgebers opfern würden. Dies ist ein Forschungsergebnis aus der Europäischen Beschäftigtenbewertung des Beratungsunternehmens Aon Hewitt. Die Studie befragte mehr als 7.500 Beschäftigte aus zehn Volkswirtschaften Europas zu ihren Ansichten über die Rente, Sozialleistungen und ähnliche Themen.

Der Wunsch nach höheren Rentenzuschlägen vom Arbeitgeber war dabei in allen befragten Ländern hoch. 35 Prozent würden darüber hinaus auf Lohn verzichten, wenn der Arbeitgeber ihnen mehr finanzielle Sicherheit im Falle von Krankheit oder eines schweren Unfalls gewähren würde.

Sparzulagen für bedeutende Ausgaben wie Haus, Auto oder Schulgebühren und die Möglichkeit, ein Viertel bis ein halbes Jahr un- oder teilbezahlten Urlaub zu nehmen, folgen in der Liste der Wunschleistungen gegen Lohnverzicht. Leidglich 9 Prozent hingegen würden auf Lohn im Gegenzug für ein Firmenhandy verzichten.

„Der Anstieg des Rentenalters in vielen Ländern und die Einflüsse der Finanzkrise auf viele Pensionsfonds haben den Fokus der Menschen auf ihre eigene langfristige finanzielle Sicherheit gelenkt“, kommentiert Ian Hinton, Leiter Global Benefits für Europa bei Aon Hewitt. Es sei ein Novum, dass Menschen dazu bereit sind, ihr schwer verdientes Geld für eine finanziell sichere Zukunft zu opfern.

„Beschäftigte schätzen ganz eindeutig Leistungen, die nicht finanzieller Art sind. Die Umsetzung einer flexiblen Leistungsstrategie dürfte nicht nur dem Firmenprogramm zur Mitarbeiterattraktivität und -bindung helfen, sondern kann durchaus auch extrem kostensparend sein“, so Hinton weiter.

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