Umfrage unter 15 Volkswirten

China senkt wohl Wachstumsziel 2016

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Die Parteiführung werde ein Wachstumsziel von 6,5 bis sieben Prozent für 2016 ankündigen, wie aus einer am Donnerstag vorgelegten Bloomberg-Umfrage unter 15 Volkswirten hervorgeht, die vom 17. bis 22. September durchgeführt wurde. Dabei rechnen vier der Befragten mit 6,5 Prozent. Sollte sich die Prognose bewahrheiten, würde nicht mehr das Ziel von rund sieben Prozent erreicht, das Premierminister Li Keqiang für dieses Jahr ausgegeben hatte. Auf eine Abschwächung weist unter anderem der von Caixin Media und Markit Economics erstellte Einkaufsmangerindex hin. Im September schwächte der sich auf 47,0 nach 47,3 im Vormonat ab. Damit wurden nicht nur die erwarteten 47,5 verfehlt, sondern das Barometer blieb - wie schon seit März - unterhalb der Wachstumsschwelle von 50. „Wir gehen von einer flexibleren Herangehensweise der Regierung als zuvor angesichts des rückläufigen realen Wirtschaftswachstums aus“, sagte Janice Yu, Volkswirtin bei Guosen Securities in Hongkong.
Zugleich gehen die befragten Volkswirte für das dritte und vierte Quartal von einem geringeren Wachstum aus. Die Schätzung liegt nun bei jeweils 6,8 Prozent, nachdem sie in der vorherigen Umfrage noch 6,9 Prozent betragen hatte. Die Kommunistische Partei Chinas wird ihre Ziel für Wachstum, Inflation und Geldmenge auf dem Volkskongress im März vorlegen.

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