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Smartphone-Bildschirm mit Social-Media-Apps: Zwei von drei Versicherern haben keine omnikanalfähige Produktstrategie. Das zeigt eine Umfrage beim EY Innovalue Versicherungs-Roundtable zum Thema Digitalisierung, zu der Vorstände und Geschäftsführer von deutschen Versicherern sowie aus führenden Maklerhäusern, Makler-Pools und Finanzvertrieben zusammenkamen. | © Alok Sharma

Umfrage unter Assekuranz-Chefs Online-Kommunikation für Versicherer oft Baustelle

Eine Strategie zur einheitlichen Kommunikation mit Kunden über unterschiedliche Kanäle haben bislang nur knapp 15,6 Prozent der Anbieter am deutschen Versicherungsmarkt in ihr Alltagsgeschäft eingebaut. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 68 Assekuranz-Führungskräften im Rahmen des EY Innovalue Versicherungs-Roundtables. Demnach ist knapp die Hälfte (45,3 Prozent) der Firmen noch mit der Umsetzung beschäftigt und 21,9 Prozent befinden sich erst in der Planungsphase.

Julia Palte, EY Innovalue

Die größte Hürde, um eine Omnikanalstrategie umsetzen, ist eine fehlende IT-Ausstattung. Doch das sollte die Anbieter nicht zu Inaktivität verleiten, sagt Julia Palte, Partnerin bei EY Innovalue: „Wenn Versicherer die Kundenschnittstelle nicht progressiven Wettbewerbern oder branchenfremden Akteuren überlassen möchten, dürfen sie nicht mehr Zeit verlieren und müssen das hybride und vermehrt digitale Konsumverhalten aktiv in ihre Geschäftsstrategien integrieren.“

Problematisch ist laut Palte auch eine nicht integrierte Produktstrategie: Nur ein Drittel der Befragten ist davon überzeugt, dass ihre Produktstrategie bestmöglich auf die Omnikanalwelt ausgerichtet ist. Die Mehrheit sieht dagegen deutliche Defizite. 14,3 Prozent der Manager denken sogar, dass ihre Produkte überhaupt nicht omnikanalfähig sind. „Produkt-, Pricing- und Kanalstrategie müssen Hand in Hand gehen, um ein überzeugendes und transparentes Angebot im Sinne des Kunden zu schaffen“, sagt Palte. 

Omnikanalfähige Produktstrategien fehlen

Der Trend zur Online-Information macht auch vor dem Gewerbegeschäft nicht Halt. Vier von fünf der befragten Versicherungsmanager sind davon überzeugt, dass die Relevanz des Internets beim Gewinnen von Informationen stark bis sehr stark steigt. Auch bei der Beratung sieht die Mehrheit eine wachsende Bedeutung von Online-Lösungen. Lediglich beim Abschluss bleiben die Versicherer skeptisch und erwarten nur leicht steigende Anteile der Onlinekanäle im Gewerbegeschäft.

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