Quelle: iStock

Quelle: iStock

Umfrage: Versicherungsmathematiker und Produktmanager sind rar

//
Grundsätzlich gehen die Unternehmen davon aus, dass das Angebot an qualifiziertem Personal auch in den kommenden drei Jahren noch gut sein wird. Allerdings zeichnet sich in den Bereichen Informationstechnologie, Mathematik/Aktuare sowie im Risikomanagement und bei der Rechnungslegung nach IFRS (International Financial Reporting Standard) ein Engpass ab. Dort beklagen einige Versicherer schon heute einen Fachkräftemangel. Darüber hinaus prognostizieren einige Unternehmen, dass Juristen und Produktmanager in Zukunft rar sein könnten. Das ergab die aktuelle Ausgabe der Umfrage zur Ausbildungssituation in der Versicherungswirtschaft, die der Arbeitgeberverband der Versicherungswirtschaft in Deutschland (agv) bereits zum fünften Mal zusammen mit dem Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) durchführte. Befragt wurden 85 Unternehmen mit rund 177.200 Beschäftigten. Danach ist die Auszubildenden-Quote mit 6,5 Prozent seit fünf Jahren weitgehend konstant. Überwiegend bilden die Versicherer ihre künftigen Mitarbeiter selbst aus, gut drei Viertel der Auszubildenden sitzen in den Versicherungsgesellschaften selbst, 2003 waren es noch 81 Prozent. Rund 7 Prozent aller Auszubildenden lernen ihr künftiges Handwerk an Berufsakademien. Kräftig gewachsen ist der Ausbildungsweg Agenturen. 16,5 Prozent der Auszubildenden in der Versicherungswirtschaft lernen in einer Versicherungsagentur, wobei der Ausbildungsplatz vom Versicherer finanziert wird. Das sind 40 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Zum Wachstum beigetragen hat die Neuordnung des  Berufsbilds „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen“ vor drei Jahren. Seitdem wird die Vertriebsorientierung in der Ausbildung stärker betont, wodurch es sich für die Agenturen eher lohnt, Fachkräfte auszubilden. Nach der Ausbildung übernehmen die Unternehmen rund 72 Prozent der Fachkräfte. Davon gehen insgesamt knapp zwei Drittel in den Innendienst, der Rest arbeitet mit unbefristetem (20,1 Prozent) oder befristetem (14,9 Prozent) Vertrag im Außendienst.

Mehr zum Thema
HausratversicherungSaarländer leben in den größten Wohnungen RentenversicherungenStarker Kurseinbruch macht Indexpolicen zu schaffen Urteil zu EinkommensteuerWer seine Rente aufschiebt, zahlt mehr Steuern