Umfrage von Allianz Global Investors Europas Anleger haben Nachhaltigkeit im Visier

Mathias Müller, Leiter des europäischen Privatkundengeschäfts bei Allianz Global Investors.  | © Allianz Global Investors

Mathias Müller, Leiter des europäischen Privatkundengeschäfts bei Allianz Global Investors. Foto: Allianz Global Investors

Wie stehen Anleger in Europa zum Thema nachhaltige Geldanlage? Für welche Arten von Nachhaltigkeits-Investments nach ESG-Kriterien interessieren sie sich? Wie greifen Finanzberater das Thema auf? Diese und weitere Fragen hat die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) aufgegriffen und das Meinungsforschungsinstitut Nielsen damit beauftragt, eine Umfrage unter 10.000 Teilnehmern in zehn europäischen Ländern durchzuführen.

Das Ergebnis fasst AGI kurz und knapp zusammen: Bei nachhaltigen Investments schlummere ein beachtliches Nachfragepotenzial, heißt es in einer Mitteilung der Investmentgesellschaft. Insgesamt gaben drei von vier Befragten an, dass ihnen Nachhaltigkeitsaspekte wichtig oder sehr wichtig sind. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung in Portugal (86 Prozent), Italien (84 Prozent) und Spanien (82 Prozent). Dabei nennen die Befragten unterschiedliche Motive: Jeweils rund ein Viertel möchte gezielt bestimmte Branchen oder Unternehmen ausschließen, die Welt verändern oder Firmen dazu bewegen, mehr auf Nachhaltigkeitsaspekte zu achten. Weitere 15 Prozent nennen den Best in Class-Ansatz und möchten dementsprechend in die jeweils nachhaltigsten wirtschaftenden Unternehmen in den jeweiligen Branchen investieren.

Deutsche liegen leicht unter dem europäischen Durchschnitt

In Deutschland liegt der Anteil der Befragten, die auf Nachhaltigkeit Wert legen, mit 73 Prozent leicht unter dem europäischen Durchschnitt. Nach Angaben der Fondsgesellschaft nennen die Altersgruppen ganz unterschiedlichen Motive für den Wunsch nach ESG-Investments: So wollen die 18- bis 29-Jährigen vorrangig die Welt verbessern, während die über-50-Jährigen Ausschlusskriterien bevorzugen.