Umfrage von Engel & Völkers Was institutionelle Investoren kaufen

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Investmentfokus

Bei der Frage nach der Art der Wohnungen, in die investiert werden soll, zeichnet sich ein breites Spektrum ab. Rund 18 Prozent wollen künftig in Wohnungen im unteren Preissegment investieren (2015: 14 Prozent), etwa 37 Prozent im mittleren Preissegment (2015: 31 Prozent). Das Interesse an Wohnungen im hohen Preissegment ist mit 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (2015: 14 Prozent). „Neben klassischen Wohnimmobilien werden mittlerweile einstige Nischenprodukte wie Pflegeheime oder studentisches Wohnen immer stärker von den Investoren nachgefragt“, sagt Wolfram. Gut sanierter Bestand und Bestand mit Investitionsstau sind zudem bei den befragten Experten mit einem Anteil von rund 41 Prozent begehrter als vollvermietete Neubauten (18 Prozent). Hoch im Kurs stehen bei den Anlegern Projektentwicklungen mit einem Anteil von rund 41 Prozent.

Miet- und Kaufpreise

Das höchste Potenzial für Mietsteigerungen sehen die Befragten nach wie vor in den deutschen A-Standorten. Dort erwarten sie 3,4 Prozent Steigerungspotenzial pro Jahr. Das gleiche Wertsteigerungspotenzial sehen die Interviewpartner in B-Standorten, gefolgt von 2,9 Prozent in C-Standorten. Bei der Entwicklung der Kaufpreise von Wohnimmobilien rechnen die Experten bei A- und B-Standorten mit großer Mehrheit mit weiter steigenden Preisen (84 und 85 Prozent).

Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (A-Standorte: 66 Prozent, B-Standorte: 63 Prozent). „Insbesondere B-Städte werden als sicher eingeschätzt, da hier keiner der Befragten rückläufige Preise erwartet“, so Wolfram. Dagegen rechnet eine Mehrheit der Befragten (56 Prozent) in den C-Standorten mit gleichbleibenden bis rückläufigen Kaufpreisen. Aber trotz der steigenden Preise lassen 41 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Investitionsstrategie unverändert. Allerdings rücken für 28 Prozent verstärkt B- und C-Städte in den Fokus.