Umfrage von Ernst & Young

Britische Banker rechnen mit höheren Vergütungen für 2014

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Etwa 41 Prozent der britischen Banker rechnet für das laufende Jahr mit einer höheren Vergütung, wie aus einer Umfrage von Ernst & Young hervorgeht. Hintergrund ist nicht zuletzt die Erholung der Wirtschaft des Landes.

Etwa 80 Prozent der Befragten sagen für das zweite Halbjahr eine bessere wirtschaftliche Entwicklung voraus, wobei sich 71 Prozent optimistisch zeigten, dass die Bank, die die sie tätig sind, eine bessere Performance vorweisen wird. Mit zusätzlichen Einstellungen rechnen 49 Prozent der befragten Banker.

Einige der größten britischen Banken sind von Politikern wegen ihrer Vergütungspraxis kritisiert worden, und auch Aktionäre von HSBC Holdings, Barclays und Standard Chartered protestierten bei den Hauptversammlungen der Banken in diesem Jahr dagegen. Die Kreditinstitute argumentieren, dass sie attraktive Angebote machen müssen, um talentierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.

“Nach der ganzen Kritik jüngst bei den Vergütungen sind sich die Banker in Großbritannien bewusst, wie sensibel dieses Thema ist”, sagt Steven Lewis, leitender weltweiter Bankenanalyst bei Ernst & Young, in der Stellungnahme. “Allerdings konkurrieren die Londoner Banken auf einem weltweiten Markt um fähige Mitarbeiter.”

Von den Bankern, die mit einer höheren Vergütung rechnen, erwarten alle, dass die Steigerung höher als die durchschnittliche Lohnerhöhung im Land ausfallen wird, wie aus der Umfrage hervorgeht.

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