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Umfrage von Fidelity International

Nachhaltigkeit in der Geldanlage noch nicht angekommen

Die Bundesbürger interessieren sich zunehmend für Umwelt und Naturschutz und richten ihren Alltag daran aus. Allein bei der Geldanlage ist das Thema Nachhaltigkeit noch nicht recht angekommen. Das ist das Ergebnis des jüngsten „Verantwortungsbarometers Deutschland“, das die Fondsgesellschaft Fidelity International im zweijährlichen Rhythmus von dem Marktforschungsinstitut Kantar Emnid erheben lässt.  

Laut der aktuellen Befragung schränken zwar mittlerweile vier von fünf Deutschen zum Beispiel ihren Plastikverbrauch im Alltag ein. Immerhin jeder zweite isst auch weniger Fleisch. Nachhaltige Geldanlageprodukte hat dagegen von den mehr als 3.000 Befragten noch exakt niemand im Portfolio.

Antworten auf die Frage: "Welche konkreten Maßnahmen haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten in Ihren Alltag integriert?" - Grafik: Fidelity International

Hauptgrund scheint ein Mangel an Informationen zu sein: Rund zwei von drei Befragten gaben an, dass die Produkte verständlicher präsentiert werden müssten, damit sie ein entsprechendes Investment tätigen würden.

Lediglich jeder Zehnte zieht nachhaltige Finanzprodukte für sich überhaupt nicht in Betracht. Demgegenüber treiben viele Verbraucher offenbar praktische Sorgen um: Ob der Fokus auf Nachhaltigkeit nicht die Rendite belasten könnte, befürchtet laut Befragung jeder zweite – und hätte gern Gewissheit, dass dies nicht so ist. Ebenfalls rund jeder zweite würde es zudem begrüßen, wenn Finanzinstitute auf nachhaltige Produkte konkret hinwiesen.

Antworten auf die Frage: Was muss aus Ihrer Sicht passieren, damit Sie in nachhaltige Anlageprodukte investieren?" - Grafik: Fidelity International

„Während institutionelle Anleger ESG-Ansätze zunehmend in ihren Investmentprozess integrieren, kommt die Bedeutung bei Privatanlegern nicht an“, kommentiert Alexander Leisten, Leiter des Deutschlandgeschäfts von Fidelity International, die Umfrageergebnisse. Fondsgesellschaften sollten besser von sich aus auf Verbraucher zugehen, als die Nachfrage jeweils erst passiv abzuwarten. „Es ist daher unsere Verantwortung als Finanzindustrie, besser aufzuklären und eine stärkere Überzeugungsarbeit zu leisten“, so Leisten. Immerhin dränge auch bereits die Finanzmarktregulierung die Gesellschaften weltweit in eine nachhaltige Richtung.

Für das „Verantwortungsbarometer Deutschland 2020“ gaben im August und September 2019 insgesamt 3.240 deutsche Verbraucher ab 14 Jahren telefonisch Auskunft.

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